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KulturalaKarte Tafel

Interkulturelle Begegnungen

Kultur à la Carte schmeckte nach mehr

An einer kulinarisch bunten Tafel präsentierten sich bei kargah e.V. die verschiedenen Gruppen des interkulturellen Bildungs- und Begegnungscafé.
Fotos: Martin Tönnies

  Claudia Ermel | 26.08.2018

Im Interkulturellen Bildungs- und Begegnungscafé haben neuangekommene und alteingesessene Stadtteilbewohner*innen im letzten halben Jahr gemeinsam diskutiert, gezeichnet, geschrieben und gespielt.

Cewahir bei Kultur ala carte
Cevahir sang selbst komponierte Lieder
Cewahir bei Kultur ala carte
Cevahir sang selbst komponierte Lieder

Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wurden nun anlässlich eines offenen Dinners vorgestellt, zu dem alle etwas beigetragen hatten. Auch die Speisen waren heute also interkulturell.

Gesangseinlage auf Kurdisch
Zum Auftakt des kreativen Nachmittags sang Cevahir ihre Lieder in kurdischer Sprache, die sie selbst komponiert und getextet hat. Ihr Video ist ebenfalls auf WiH zu sehen.

Malwerkstatt bei Kultur ala Carte
Bilder der Malwerkstatt
Malwerkstatt bei Kultur ala Carte
Bilder der Malwerkstatt

Die Werke der Malwerkstatt boten einen schönen Rahmen für die lange Tafel, an der die Teilnehmer*innen des Projektes des Interkulturellen Bildungs- und Begegnungscafé, interessierte Nachbar*innen sowie Mitarbeiter*innen und Freund*innen von kargah zum gemeinsamen Speisen zusammen kamen. An den umliegenden Wänden präsentierten Teilnehmer*innen der Malwerkstatt gezeichnete Portraits und Selbstportraits, Bewegungsstudien, aber auch Stillleben in Acryl. Zu Beginn von Kultur à la Carte fand hierzu eine kleine Werkschau statt. Die Malwerkstatt ist sehr produktiv und erreicht außerdem "punktgenau" das Ziel des Projekts: Austausch, Begegnung und Verständigung verschiedener Kulturen.

Malwerkstatt bei Kultur ala Carte
Schnell noch eine Girlande basteln...
Malwerkstatt bei Kultur ala Carte
Schnell noch eine Girlande basteln...

Die Malwerkstatt ist sehr aktiv
Gisela Jürgens-Weicken, die die Malwerkstatt betreut, erzählt, wie einfach die Kommunikation durch das gemeinsame Malen entsteht. Selbst wenn manchmal nur kleine Handreichungen gefragt sind, komme es unweigerlich zu sozialer Interaktion. Zu den jeweiligen Treffen der Malwerkstatt denkt sie sich immer spezielle Themen aus. So entstanden zum Beispiel die vielen Portraits und Selbstportraits, zu denen sich die Teilnehmer*innen vorab gegenseitig fotografierten. Die Teilnehmerzahl der Malwerkstatt schwankt zwischen sechs und 15 Personen. Neue Teilnehmer*innen sind jederzeit herzlich willkommen.
Da während des Dinners die meisten Teilnehmer*innen der Aktiv- und Kreativworkshops dabei waren, gestalteten Kreative der Malwerkstatt auch gleich vorort noch eine Girlande. Sie zeichneten Gemüse, Obst, Pommes oder Hamburger, malten und schnitten die Objekte aus, um sie über der Tafel aufzuhängen.

KulturalaKarte Essensvorbereitung
Salate wurden gemeinsam "geschnippelt"
KulturalaKarte Essensvorbereitung
Salate wurden gemeinsam "geschnippelt"

Zusammen vieles ausprobieren

Neben der Malwerkstatt erleben im Bildungs- und Begegnungscafe in den einzelnen Projektgruppen Menschen aus der Nachbarschaft gemeinsam mit Geflüchteten aus anderen Ländern kommunikative, kreative oder auch nur spielerische Zusammenkünfte. Ob Schreibworkshops, Literatur, Musik oder Bewegung – ganz unterschiedliche Aktivitäten bringen hier die Menschen verschiedener Kulturen zusammen.Ideen für weitere Inhalte und Initiativen für neue Gruppen werden jederzeit begrüßt. Kultur à la Carte konnte bereits eine Vielzahl an verschiedenen kreativen Aktionen bei dem interkulturellen Dinner präsentierten, das die Teilnehmer*innen durch ihre mitgebrachten Köstlichkeiten bereicherten.

KulturalaKarte Musikbeitrag
Christa Eschmann/Querflöte und Ali Omar/Oud
KulturalaKarte Musikbeitrag
Christa Eschmann/Querflöte und Ali Omar/Oud

Zum Nachtisch purer Ohrenschmaus

Und die musikalische Einlage von Ali und Christa bot dann anschließend gleich wieder einen ganz anderen Genuss.

Ihr Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Kulturen begeisterte die Dinnergäste mit harmonischen und doch ungewohnten Klangwelten.

Ab Oktober gibt es auch noch Töpfern
Daniel, Nora und Luis, Studierende der Hochschule Hannover, die ab 1. Oktober einen kostenlosen Töpferkurs bei kargah anbieten werden, hatten einen großen Tisch mit dem notwendigen Equipment ausgestattet. Hier konnten Interessierte das Kneten, Formen und Gestalten mit Ton auszuprobieren.

KulturalaKarte Toepferwerkstatt
Ein Tisch war zum Töpfern reserviert.
KulturalaKarte Toepferwerkstatt
Ein Tisch war zum Töpfern reserviert.

Fertige Kreationen werden die drei künftig zum Brennen mit in die Universität nehmen, da dort ein leistungsfähiger Brennofen im Einsatz ist. Wer Lust hat, ab dem 1. Oktober 2018 montags ab 17.00 Uhr ihren kostenlosen Töpferkurs zu besuchen (ca. 6-7 Wochen), sollte sich bitte vorab bei ikubebi@kargah.de anmelden, damit die Teilnehmerzahl ungefähr planbar ist. Ein späterer Einstieg wird aber auch jederzeit möglich sein. Material- oder Teilnahmekosten sind frei.

Es bleibt spannend, welche Gruppen sich beim ikubebi noch entwickeln. Kultur à la Carte hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht.

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Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover