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Fußballturnier - die Mannschaften sind bunt zusammengewürfelt

„Kicken gegen Vorurteile"

Das Runde muss in das Eckige

Fast alle reden von Fußball. Nicht nur in Russland – auch in Hannover: Am Samstag, dem 23.06.2018, spielten acht bunte Mannschaften vor einem bis zu 700-köpfigen Publikum im Erika-Fisch-Stadion.

  Wolfgang Becker | 26.06.2018

Es war der Tag, an dem abends Fußball-Deutschland über das späte, geniale Siegtor von Toni Kroos gegen Schweden jubelte. Genau an diesem Tag trafen sich in Hannover, in der „Erika-Fisch-Stadion“ genannten städtischen Mehrkampfanlage Nähe Maschsee, schon ab Mittag Freizeitfußballer zum 11. Turnier „Kicken gegen Vorurteile“. Veranstalter sind wie schon die Jahre zuvor der Verein Afrikanischer Dachverband (ADV Nord), das Polizeipräsidium sowie die Landeshauptstadt und Region Hannover.

Entsprechend groß war der Auftrieb von Prominenten bei der Eröffnung. Natürlich kam zum Ankicken Gastgeber Abayomi Bankole, Präsident des ADV Nord, zusammen mit Bürgermeister Wild Ndipo aus dem ostafrikanischen Blantyre (Malawi), dessen Städtepartnerschaft mit Hannover gerade den 50. Geburtstag feiert. Auch Oberbürgermeister Stefan Schostok, Bürgermeister Thomas Hermann und Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf waren zu Grußworten erschienen.

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Zum Warmwerden gab es ein Auftaktspiel des Organisationsteams gegen eine Juniorenelf von SV Arminia, das die Kids souverän mit 8:0 gewannen. Danach startete das Turnier mit der Partie der Mannschaften – Frauen spielten leider nicht weiter mit – „SteinTor“ gegen „AegidienTor“: Sie endete 0:3. Es gab insgesamt acht Teams in zwei Gruppen, gespielt wurde jeweils nur über 15 Minuten. Das Endspiel gewannen am späteren Nachmittag die Kicker von „Brühltor“ gegen „DöhrenerTurm“.

Das Besondere an den Teams: Sie sind bunt zusammengewürfelt und wurden erst unmittelbar vor dem Turnier aufgestellt. Die meisten Spieler sind schwarz und stammen aus afrikanischen Vereinen. Aber auch das hannoversche Polzeipräsidium stellte ein Dutzend – durchweg weißer – Kicker. Dabei sein ist eben alles, alle sind Gewinner bei dieser Veranstaltung. Verlierer gab es bei diesem Turnier nicht – im Unterschied zur Weltmeisterschaft in Russland.

Am Nachmittag entwickelte sich eine regelrechte Volksfeststimmung. Dazu trugen auch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit Kaffee und Kuchen sowie Essensstände mit asiatischen, ghanaischen und ivorischen Leckereien bei. Für Stimmung sorgten die Band „Gye Nyame“ aus Ghana, die Mädchen der hannoverschen Kindertanz- und Ballettschule „Janet“ und die Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde. „Es wurde getanzt und die Zuschauer haben begeistert mitgetanzt“, freute sich Organisator Abayomi Bankole.

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