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Ehrenamtliches Engegement

Das "Wir Gefühl" stärken

Die fünfte Aktionswoche von “Serve the City Hannover” ist gestartet. Die Stadt soll durch viele Aktionen lebenswerter gestaltet werden. MitstreiterInnen werden noch gesucht.

  Konrad Boidol | 20.04.2018

Das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt stärken und das soziale Engagement der BürgerInnen zu unterstützen sind die Kernziele von Serve the City Hannover. Am 18. April ist die fünfte Aktionswoche der Initiative mit einer Auftaktveranstaltung in der Menagerie in Linden gestartet. 17 Projekte werden bis zum 28. April in der Stadt umgesetzt. „Es ist uns wichtig, ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen – mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Geschlechtern, alle zusammen“, sagt Linda Wehle, die Koordinatorin des siebenköpfigen Kernteams. Ziel sei es, „gemeinsam eine schöne Stadt zu gestalten.“

Viele "Herzensangelegenheiten”
Die angebotenen „Herzensangelegenheiten“ sind vielfältig: So werden beispielsweise am 21. April die Stolpersteine, die überall in Hannover zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf den Gehwegen eingelassen sind, vom Schmutz befreit. Die Organisatorin dieser Aktion, Tabea Nack, hat im Rahmen eines Treffens mit Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg realisiert, dass die Menschen, die aktiv von dieser Zeit berichten können, immer weniger werden. „Wir brauchen Zeugen und Symbole, die uns auch weiterhin an den 2. Weltkrieg und den Holocaust erinnern“, erklärt sie. Die Aktion würde die Wahrnehmung auf die mit dem Namen jeweils eines Opfers beschrifteten Steine lenken. Sie selbst habe durch eine solche Aktion ein besonderes Bewusstsein für die Stolpersteine entwickelt: „Ich halte kurz inne, schaue, wer sich hinter dem Stein verbirgt und es gibt einen kurzen Moment des Gedenkens“, sagt sie.

Weitere Aktionen
Weitere Aktionen, die in den zehn Tagen der Aktionswoche angeboten werden, sind ebenfalls sehr spannend: Bei „Pimp my Hochbeet“ werden am 25. April Beete, die im vergangenen Jahr in einer Flüchtlingsunterkunft in Isernhagen zusammen mit den Bewohnern angelegt wurden, wieder auf Vordermann gebracht. Eine Gruppe verkauft am Sonntag, 22. April, am Lindener Marktplatz Waffeln. Die dabei eingenommenen Erlöse investieren sie in „Aufmerksamkeiten für Obdachlose“. Decken, Essen und Hygieneartikel können so am Samstag, 28. April, an Wohnungslose verteilt werden. Für Obdachlose sollen bei einem weiteren Projekt vor dem Kontaktladen „Mecki“ über 200 Würstchen gebraten werden (24. April). Eine andere Projektgruppe erstellt am 21. April kleine Aufmerksamkeiten für Nachbarn. Diese und viele weitere Aktionen sind geplant. Dabei geht es immer auch darum, ehrenamtliches Engagement in Hannover insgesamt zu stärken. Solche „einmaligen Kurzzeitprojekte“ bieten sich aus Sicht der OrganisatorInnen besonders an: „Wir haben gemerkt, dass viele Menschen Lust und Interesse haben, sich zu engagieren, aber nicht die Zeit haben für regelmäßiges Engagement“, erklärt Linda Wehle. Dies beträfe beispielsweise StudentInnen oder junge Familien. Außerdem könnten die Interessierten so ausprobieren, ob und welches Engagement ihnen liegt. Da „Serve the City Hannover” mit vielen Initiativen zusammenarbeite, komme es häufig auch zu einem langfristigen Einsatz der Teilnehmer.

Eigene Ideen umsetzen
Neben der Aktionswoche im Frühjahr bietet „Serve the City Hannover“ noch einen Aktionstag im Herbst an. Darüber hinaus gibt es Ideenwerkstätten, bei denen neue Projekte konzipiert werden. Wer eine „Herzensangelegenheit“ zu Stärkung des Gemeinschaftsgefühls für Hannover hat, kann sich zudem beim Projekt-Team melden. Dieses kann bei der Umsetzung mit seinem „Know-How“ helfen. “Serve the City”-Initiativen gibt es nicht nur in Hannover – in vielen anderen Städten der Welt bieten Menschen unter diesem Motto Aktivitäten an – beispielsweise in Berlin oder Mexiko-Stadt.

Weitere HelferInnen können mitmachen
Wer Interesse hat, bei der diesjährigen Aktionswoche an einem der vielen Angebote teilzunehmen, kann sich auf der Homepage oder Facebookseite informieren. Hier sind alle Aktionen aufgeführt. Auch ist dort vermerkt, ob noch weitere HelferInnen gesucht werden. Bitte bei Interesse die Verantwortlichen kontaktieren.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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