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Interessenvertretung Freie Kunst und Kultur Hannover

Kunst und Kultur in Hannover

„Eine tolle Lobby für die Freie Kulturszene"

Die neu gegründete Interessenvertretung Freie Kunst und Kultur Hannover gab am 19.10.2021 ihr erstes Pressegespräch.

  Anja Lutz | 25.10.2021

Die neu gegründete Interessenvertretung Freie Kunst und Kultur Hannover will nach den gemeinsamen Bemühungen im "Aufnahmezustand" zur Bewerbung als Kulturhauptstadt nun durch die Gründung eines Dachvereins den Austausch und die Zusammenarbeit der verschiedenen Genres stärken.

Von den insgesamt 13 Mitgliedern des Sprecher*innenrats nahmen acht Personen am Gespräch teil. Thema waren die ersten Aufgaben und nächsten Schritte der Interessenvertretung.

Zurzeit gebe es „viele einzelne Bubbles“, die man „platzen lassen und vermischen“ soll, wie Teresa Charif (Musikzentrum Hannover) erklärte.

Die in den einzelnen Sparten vertretenen Kunst- und Kulturschaffenden (Theater, Musik, Bildende Kunst) hätten kaum Überschneidungen und würden sich untereinander nicht kennen. Viele arbeiteten in Konkurrenz zu den anderen Künstler*innen. Dabei seien doch nicht spartenbezogene Themen wie Personalbedarf und Honorare für alle gleichermaßen relevant.

Der Interessenvertretung Freie Kunst und Kultur Hannover geht es darum, ein „Großes Miteinander“ zu schaffen, sie will das künstlerische Potenzial in Hannover zusammenbringen und die Kunst im Netzwerk gut vertreten. Die Zusammenarbeit soll gute Impulse an alle Beteiligten geben.

„Wir wollen Kraft erzeugen, von den Menschen in Politik und Verwaltung gesehen werden.“ (Ingrid Wagemann, LAGS / Agentur für kreative ZwischenRaumNutzung).

Terry-John Oculi vom Kulturzentrum Pavillon sieht in der Interessensvertretung „eine tolle Lobby für die Freie Kulturszene“ – faire Gehälter für die Kunstschaffenden ließen sich besser gemeinsam erreichen.

Lipi Mahjabin Ahmed (Initiative für internationalen Kulturaustausch IIK e. V./MiSO-Netzwerk Hannover e. V.) möchte erreichen, dass mit den Inhalten Teilhabe, Vielfalt, Anitirassismus „gearbeitet wird“, diese Werte sollen in der Freien Kunst- und Kulturszene Hannovers „gelebt werden“.

Die Interessensvertretung orientiert sich an mehreren Leitlinien: Die Interessen der Kunst- und Kulturschaffenden in Hannover sollen „nach innen und außen kommuniziert werden“. Es geht darum, die Solidarität innerhalb der Szene zu stärken und die Freie Szene insgesamt zu vertreten beratend tätig werden.

Einer der nächsten Schritte wird die Wahl einer Ansprechperson für die Presse sein. Auch wird eine interaktive Internetplattform geschaffen, „so dass alle einsteigen können.“ (Harro Schmidt, Kunstverein Kunsthalle Hannover).

Es wird ein Gespräch mit Konstanze Beckedorf, der Kulturdezernentin der Stadt Hannover geben. Auch eine Mitgliederversammlung soll zweimal im Jahr stattfinden.

Eine weitere Idee ist, z. B. eine Ausstellung weiterzureichen, also vielleicht von der List in die Südstadt, von dort nach Bemerode etc.

Es sollen verschiedene Sparten und Formate zusammengebracht werden und interaktiv arbeiten.

Die Interessenvertretung Freie Kunst und Kultur Hannover will Gruppen schaffen, sowie den Kontakt zum KEP (Kulturentwicklungsplan) und zum Ihme-Zentrum weiter ausbauen und finanzielle Mittel von der Stadt erlangen. Als Fernziel wird ein Sitz im Kulturausschuss der Landeshauptstadt Hannover angestrebt, im Idealfall mit Stimmrecht.

Das Netzwerk vertritt die Interessen vieler Hundert Kunst- und Kulturschaffenden in Hannover, Mitglieder werden können sowohl natürliche als auch juristische Personen (Vereine, Organisationen).

Foto: Anja Lutz

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover