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Besuch im Begegnungscafé

Von der eigenen Heimat berichten

Im Begegnungscafé kommen wöchentlich Menschen aus vielen Teilen der Erde zusammen und lernen einander kennen. Aktuell stellen die BesucherInnen in kleinen Vorträgen etwas aus ihrem Land vor.

  Konrad Boidol | 28.03.2018

Tiefe Einblicke in das Leben in Vietnam haben die BesucherInnen des Begegnungscafés im Café F des Freiwilligenzentrums erhalten. Trotz des Karnevals waren am vergangenen Rosenmontag knapp 20 Gäste aus unterschiedlichen Kulturen erschienen. Studentin Minh Chau stellte mit einem ausführlichen Vortrag die vietnamesische Kultur vor. Der 23-jährige Ahmad berichtete anhand von Youtube-Videos über die Nationalparks und die Tierwelt im Sudan.

Besonders amüsant für die BesucherInnen waren Minh Chaus Ausführungen über den Verkehr in Vietnam. „Es ist ein einziges Chaos“, erläuterte sie – und zeigte dazu Bilder von Motorrädern, die von der falschen Seite in Einbahnstraßen einbiegen oder über Bürgersteige jagen. Anhand von Mode, Freizeitgestaltung der Jugendlichen oder Essgewohnheiten stellte die 18-Jährige weitere Unterschiede zwischen Deutschland und Vietnam heraus.

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Minh Chau stellt ihre Heimat Vietnam vor.
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Minh Chau stellt ihre Heimat Vietnam vor.

Interessante neue Bekanntschaften

Jede Woche treffen sich Menschen aus vielen Regionen der Welt im Begegnungscafé – viele davon sind Geflüchtete, die dort mit Einheimischen in Kontakt kommen. Aber nicht nur für sie bieten die Treffen einen Raum für Austausch: Auch junge Menschen, die zum Studium nach Deutschland gekommen sind, besuchen das Café. Das Angebot kommt gut an: „Ich finde es sehr schön hier, treffe jede Woche neue Leute und lerne neue Kulturen kennen“, sagt Shaker aus dem Irak. Er möchte durch die gemeinsamen Gespräche sein Deutsch verbessern. Ähnliches äußert Besucherin Margot, die seit jeher von Sprachen und Kulturen fasziniert ist: „Ich wollte etwas Sinnvolles mit meiner Zeit anfangen“, sagt sie. Im Café habe sie „bisher nur interessante und nette Leute kennengelernt.“

Flexibles Programm

Das Programm wird zusammen mit den Besuchern gestaltet: „Wir fragen, was sie interessant finden und richten uns danach“, sagt Tornike Murtskhvaladze. Er ist der Leiter des Integrationsprojektes Menschen verbinden Menschen und koordiniert das Café in dieser Funktion. Unterstützt wird er dabei von Praktikant Khang To. Das Programm ist vielfältig: Diejenigen, die Lust haben, stellen ihr Land vor. Die Vorträge werden auf Deutsch gehalten. Aber auch kleinere Spiele oder Gruppengespräche zu Themen wie Traditionen, Beruf oder Bildung werden angeboten.

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Fast 20 Besucher hören interessiert zu.
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Fast 20 Besucher hören interessiert zu.

Vorurteile abbauen

„Ziel ist es, dass Einheimische und Zugewanderte zusammenkommen, sich austauschen und Vorurteile abbauen“, erklärt Projektleiter Murtskhvaladze. Angeschlossen an das Projekt „Menschen verbinden Menschen“ ist das Café aber auch ein Ort, wo Tandempatenschaften zwischen Geflüchteten und Einheimischen entstehen können. Das Ziel dieser Patenschaften: Die Neuzugewanderten erhalten Unterstützung von HannoveranerInnen im Alltag, um sich besser in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Gerade für Freiwillige, die sich noch unsicher sind, ob sie sich in diesem Bereich engagieren möchten, bietet das Café einen niedrigschwelligen Zugang.

Jeder ist eingeladen

Jeder interessierte ist herzlich zum Begegnungscafé eingeladen – immer montags zwischen 17 und 19 Uhr im Café f des Freiwilligenzentrums (Karmarschstraße 30 bis 32, Gebäude der Üstra, zweiter Stock). Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann sich zudem bei Menschen verbinden Menschen melden.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover