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Was können wir aus einem Virus lernen?

Wie wäre es, mal die Perspektive zu wechseln und auf die positiven Seiten dieser Zeit zu blicken? Was können wir aus einem Leben in einer Pandemie lernen?

  Jane Issa | 10.02.2021

In den allermeisten Artikel lesen wir das fast schon altbekannte Wort „Corona“, über die Folgen, die Infizierten, neue Maßnahmen usw. Wir sind genervt, auch wenn wir den Ernst der Lage verstehen und nicht leugnen. Doch wie wäre es, mal die Perspektive zu wechseln und auf die positiven Seiten dieser Zeit zu blicken? Was können wir aus einem Leben in einer Pandemie lernen?

1. Zeit für uns selbst
Seit Beginn der Pandemie scheint es, als sei auf einmal viel mehr Zeit zur Verfügung. Leider kann man Zeit nicht aufsparen, sammeln oder abziehen, jeder Mensch hat dieselben 24 Stunden Zeit am Tag. Der Blick und das Bewusstsein aber für die Zeit, die wir für uns selbst haben, hat sich für jeden von uns verändert. Gar nicht mal so schlecht, oder?

2. Bewusstere Entscheidungen
Die „neue“ Zeit, die wir durch vieles Weggefallene gewinnen, versetzt uns in die Lage, bewusstere Entscheidungen zu treffen. Wir fragen uns nun zwei Mal, ob wir den Pfefferminztee oder doch lieber den Früchtetee trinken wollen. Wir verpassen doch sowieso nichts.

3. Konsumverhalten
Durch den bewussteren Umgang mit uns selbst und unseren Bedürfnissen, ändert sich auch der Blick auf den eigenen Konsum, seien es Lebensmittel oder Klamotten. Um dem Risiko einer Infektion zu entgehen, fragen wir uns lieber zwei Mal, ob eine Shoppingtour oder ein XXL-Einkauf wirklich notwendig ist. Ist der Kleiderschrank nicht voll genug?

4. Gesundheit
Apropos eigene Bedürfnisse, eine weitere positive Eigenschaft dieser Zeit ist die Bewegung draußen im Grünen. Klar, das Fitnessstudio fehlt zwar irgendwie, aber eine Runde im Wald joggen zu gehen, kann den Kopf auch klarer machen.

5. Kreativität
Wenn wir die gewonnen Zeit nicht gerade an Netflix verschenken, können wir vielleicht der Reizüberflutung unseres gewohnten Lebens ein wenig entkommen. Unser Gehirn kann beginnen, neue Wege zu suchen, neue Eigenschaft und Interessen zu entwickeln. Sei es, alte Sachen zu reparieren, ein neues Hobby für sich zu entdecken, oder ein neues Rezept zu kochen.

6. Essen
Nun endlich haben wir Möglichkeiten, mit unseren Liebsten oder auch alleine mal ein richtig gutes Rezept zu kochen. Wir machen uns Gedanken über Zutaten, Herkunft, Nachhaltigkeit und vielleicht auch, welchen Lebensmittelladen um die Ecke wir mit unserem Einkauf unterstützen können.

7. Lebensraum
Unser Eigenheim mal wieder richtig auf Vordermann bringen? Wie lange hatten wir keine Zeit mehr dafür? Wir können uns Gedanken über neue Gardinen oder einen kleinen Umbau machen. Ausmisten und Sachen, die nicht mehr zu gebrauchen sind, verschenken oder einfach entsorgen. Auch das kann die Seele entlasten und reinigen.

8. Bildung
Wenn wir nicht gerade gezwungen sind, den Tag im Homeoffice vor dem PC zu verbringen, ist es jetzt vielleicht an der Zeit, uns mit Hilfe von Büchern oder Online-Seminaren weiterzubilden. Ein neues, interessantes Thema zu finden, vielleicht eine neue Sprache? Mehr über uns selbst herauszufinden und die Menschen, mit denen wir in einer Gesellschaft leben. Lernen, andere zu verstehen.

9. Entspannung
Das Entspannen fällt vielen von uns in der heutigen Tempo-Leistungs-Gesellschaft sehr schwer. Aber wie schön, dass Entspannung nun Raum bekommen kann. Wir können uns entspannen, wir können lernen auf uns selbst zu hören und für einen Moment mal nur das zu machen, was uns guttut.

10. Alte und neue Gewohnheiten
Jeder hat so seine Gewohnheiten, mit denen man sich wohlfühlt und die einem selbst auch Stabilität geben. Aber wie wäre es mit neuen Gewohnheiten? Einfach mal etwas Neues ausprobieren und sich dabei ein bisschen besser kennen lernen? Wenn man sich selbst ändert, ändert sich auch alles um einen herum.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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