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Ingwer

Ernährungstipps

Gesund bleiben mit Ingwer

Über die steigende Popularität einer fernöstlichen Heilpflanze in der westlichen Welt.

  Claudia Ermel | 15.01.2021

Bereits vor Jahren machte ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit dieser wundersamen Wurzel. Damals beschrieb mir meine Freundin Dagmar, die in Neuseeland lebt (sie war gerade auf Besuch), wie ich uns ein leckeres Erfrischungsgetränk selbst zubereiten kann. „Schneide ein Stück Ingwerwurzel in Scheiben, übergieße diese mit heißem Wasser, circa 10 Minuten ziehen lassen, mit Rohrzucker süßen, wahlweise etwas Zitrone, dann kaltstellen – Fertig ist dein super Durstlöscher.“

Bisher kannte ich Ingwer nur aus der Küche, kaufte ihn manchmal bei „unserem Inder“, um ein Curry zu verfeinern. Nun also auch für ein Getränk. Den Ingweraufguss auch heiß mit einem Löffel Honig zu genießen, lernte ich spätesten im folgenden Winter. Dass er zudem auch hilfreich bei Erkältungskrankheiten und vielem anderen ist, ebenfalls.

Ingwer erobert die westliche Welt

Und heute? In jeder Gemüseabteilung der Lebensmittelmärkte begegnen mir die Ingwerwurzeln (Zingiber officinale) in fast kunstvoll anzuschauenden Häufchen. Und auch die findige Nahrungsergänzungsmittel-Industrie hat längst den Ingwer entdeckt.

Es gibt eine Ingwer-Latte, Ingwer-Shots, Ingwer-Kapseln, -Lutschpastillen Ingwersalz oder - Extrakt neben Ingweröl, Ingwergewürz und Ingwertee. Alles, was das Herz begehrt. Das wundert aber auch nicht, denn Ingwer kann ein großes gesundheitliches Potenzial vorweisen. Seit Jahrhunderten setzen asiatische Heilkundler, insbesondere im Bereich Traditionelle Chinesische Medizin und Ayurveda, auf die Ingwerknolle. Oft wird in den angebotenen Produkten gleich noch ein weiteres bewährtes „Heilmittel“ kombiniert. Dies erscheint zwar erst einmal als Mehrwert. Der Vorteil beim Selbstzubereiten des Ingwer ist jedoch, dass durch die Dosierung der scharfen Wurzel sowie die Länge von Aufgusszeiten Schärfe und Geschmack individuell beeinflusst werden können. Zusätze wie Kurkuma, Kakao oder Kokos, Zitrone und auch Zucker können ja nach Bedarf und Geschmack jeweils einfach zugefügt werden (das geht auch ohne Nahrungsmittelindustrie:)

Abwehrkräfte stärken

Keine Wunderwaffe gegen Corona, doch ein schmackhaftes Mittel, um die Abwehrkräfte zu stärken. Ingwer wirkt nämlich virusstatisch, hemmt also die Vermehrung von Viren. hat eine antibiotische und immunstimulierende Wirkung. Er unterstützt dadurch die körpereigenen Abwehrkräfte. Ingwer ist ferner ein starkes Antioxidans: Die Sauerstoffradikale im Organismus werden gebunden und es wird den Zerstörungsprozessen in den Zellen vorgebeugt.

Die Herkunft des Ingwer

Ursprünglich stammt Ingwer aus dem südasiatischen Raum und gedeiht bis heute vornehmlich in subtropischen und tropischen Regionen. In Indien und China wird die Ingwerwurzel schon lange als Gewürz genutzt und gilt seit mindestens 5.000 Jahren bei allerlei Leiden als stärkendes und belebendes Heilmittel.

Das zitronenartige, würzige Aroma und die feurige Schärfe sorgen für ein besonderes Geschmackserlebnis. Damit ist der Ingwer nicht nur ein unverwechselbares Gewürz, sondern auch eine außergewöhnliche Heilpflanze

Die Form des Wurzelstockes hat der Pflanze übrigens auch ihren Namen gegeben. Denn der lateinische Begriff Zingiber stammt vom Sanskrit-Wort "Sringavera" ab, was "mit Geweihsprossen versehen" bedeutet. Diese Sprossen haben allerdings einen einmaligen Geschmack.

Letztens habe ich in einem Gespräch mit einer Künstlerin erfahren, dass sie frischen Ingwer sogar einfach pur scheibchenweise „nascht“. Ein wahrlich vielseitiges „Heilmittel“ ist Ingwer. Anscheinend sogar fürs Gemüt.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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