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LIP 2.0-Banner auf der Bühne mit Konfetti

"Vielfalt ist unsere Stärke"

Strategiepapier zum Lokalen Integrationsplan LIP 2.0

  Wolfgang Becker | 26.11.2020

Schon lange wird an der Neuaufstellung des Lokalen Integrationsplans (LIP 2.0) für Hannover aus dem Jahr 2008 gearbeitet. Nach einer zweitägigen Auftaktveranstaltung Ende Januar 2020 im Haus der Jugend dämpfte zunächst die Corona-Pandemie das Tempo des Arbeitsprozesses. Doch Expert*innengruppen zu unterschiedlichen Handlungsfeldern trafen sich, ebenso eine paritätisch aus Verwaltung und Bürger*innen zusammengesetzte Lenkungsgruppe. Zuletzt gab es Anfang November drei online-Foren, eines davon unter dem Stichwort „Chefsache“ mit dem Oberbürgermeister: „Der LIP-Prozess wird nur so gut wie die Beteiligung und was wir daraus machen“, sagte OB Belit Onay bei dieser Gelegenheit.

„Unsere Vision ist eine Stadtgesellschaft, in der ein respektvolles Zusammenleben und die Gleichberechtigung aller Menschen selbstverständlich sind. Jegliche Formen von Diskriminierung haben in Hannover keinen Platz. Alle Hannoveraner*innen können jederzeit und fraglos Teil des „Wir“ sein. Denn Vielfalt ist unsere Stärke.“ So unter der Überschrift „Unsere Vision: Wir halten zusammen“ die Schlussformel im Entwurf des LIP 2.0 Strategiepapiers, der erstmals zur Diskussion in den o.g. online-Foren vom Sachgebiet Integration der Landeshauptstadt Hannover herausgegeben wurde.

„Es ist sicherlich ein Fortschritt, dass zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung paritätisch in Expert*innengruppen und in der Lenkungsgruppe zusammenarbeiten“, sagt MiSO-Vorstand Peyman Javaher-Haghighi, der ebenso wie seine Vorstandskolleg*innen Lipi Mahjabin Ahmed und Abayomi Bankole in der LIP-Lenkungsgruppe mitarbeitet: „Auch für die Umsetzung und das Controlling des neuen Plans brauchen wir diese Zusammenarbeit auf Augenhohe, wenn der neue Plan tatsächlicih ein stadtgesellschaftlicher Plan sein soll.“

„Ziel der Migrations- und Teilhabepolitik der Landeshauptstadt Hannover ist die Förderung sozialen Zusammenhalts und die Verwirklichung gleichberechtigter Teilhabe aller Hannoveraner*innen an den verschiedenen Lebensbereichen unabhängig davon, wo sie oder ihre Vorfahren geboren wurden“, heißt es in dem Papier. „Für das respektvolle Zusammenleben in der Stadt ist es unabhängig davon notwendig darauf hinzuwirken, dass Kategorien wie „mit Migrationshintergrund“, die Menschen in „wir“ und „andere“ aufteilen, an Bedeutung verlieren und verblassen.“

Das von den Expert*innengruppen vorgelegte und gemeinsam abgestimmte LIP 2.0 Strategiepapier lag am 9. November erstmalig der Lenkungsgruppe vor, heißt es bei der Stadtverwaltung. Auf der Sitzung wurden zunächst einmal die sechs Handlungsfelder diskutiert und einige Ergänzungen vorgenommen bzw. Überarbeitungsaufträge zurückgespielt. „Es ist geplant, dass das Strategiepapier Anfang des Jahres 2021 als Beschlussdrucksache in den Internationalen Ausschuss geht,“ so die Auskunft des Sachgebiet Integration. Die aktuell gültige Fassung des Strategiepapiers sei noch in der Bearbeitung und im Beschlussprozess. Nach jetziger Planung könne sie im Dezember veröffentlicht werden.

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