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Flüchtlingshilfe

Einfach helfen kostet nichts

Im Freizeitheim Linden wurde Ehrenamtlichen erklärt, wie sie Gelder für Aktivitäten mit Flüchtlingen unkompliziert erhalten.

  Claudia Ermel | 23.01.2018

Geflüchteten die Vielfalt des Lebens in unserer Stadtgesellschaft zu vermitteln, kann manchmal auch bares Geld kosten. Denn ehrenamtliche UnterstützerInnen benötigen Eintrittsgelder, Fahrtkosten oder Verpflegung und manchmal auch Raum- oder Saalmiete für ein Gruppenevent. Dies darf keine Hürde sein, wenn engagierte Menschen einen wertvollen Beitrag zur Integration der Asylsuchenden leisten möchten. Daher hat die Stadt Hannover aus Mitteln des Landes Niedersachsen in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Förderprogramm für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe aufgelegt.

Fördergelder für bürgerschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe
Am 19. Januar stellten Annette Reus und Eike Erdmann (siehe Bild) im Freizeitheim Linden vor ca. 25 engagierten HannoveranerInnen die Möglichkeiten dieses bewusst niedrigschwelligen Konzepts vor. Per Beamer zeigten sie auf einer Leinwand, wie simpel das Antragsformular ist: Genau das Gegenteil von komplizierten Anträgen für Fördermittel, die oft üblich sind.
Die beiden Mitarbeiter der Stadt Hannover gaben einen kurzen Abriss darüber, welche Kosten voll erstattet werden, welche aber garantiert nicht. (Beispiel: Mietkosten für eine Musikanlage bei einer Feier sind ok, der Kauf nicht.) Im Internet finden Interessierte bereits als pdf eine Aufstellung der förderfähigen Kosten.

Ein Thema der geförderten Maßnahmen war auch das Coaching von Ehrenamtlichen. Neben Gruppenveranstaltungen sind auch Termine zum Coaching von Einzelpersonen möglich. Auch Schulungen und Fortbildungen zu verschiedenen Themen werden angeboten. Im Laufe des Jahres werden diverse Themen und Termine hierzu im Internet zu finden sein. Themenvorschläge, Wünsche und Ideen von kleineren Gruppen bitte an Annette Reus unter engagiert@hannover-stadt.de
Detaillierte Informationen bezüglich des Förderprogramms und das Antragsformular ab sofort unter: www.hannover.de/foerderprogramm

Reger Austausch unter den Besuchern
Ein wichtiger Begleiteffekt dieser Infornationsveranstaltung war auch die Möglichkeit der einzelnen Besucher, sich über Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingshilfe auszutauschen. „Einige Flüchtlinge melden sich an, und dann kommen sie doch nicht zum Fussballspiel.“, „Für mich kostet ja die Theaterkarte gleich 30,- €“ „Werden Weihnachtsfeiern auch gefördert?“, „Wo erhalte ich eine Zusatzförderung, wenn nicht alle Kosten von der Stadt genehmigt werden?“

Viele Fragen wurden von den beiden Referenten beantwortet, aber auch die Möglichkeit, untereinander Tipps auszutauschen, wurde bei diesem Treffen gerne genutzt. Da die Zeit sehr begrenzt war, sollte dies für eine nächste Zusammenkunft vorab anders geplant werden. Denn auch die ähnlichen Erfahrungswerte können sehr hilfreich und motivierend sein.

Vorab kurz anrufen
In jedem Fall kann immer vorab telefonisch geklärt werden, was finanziert werden soll. Falls ein Teil des Bedarfs anderweitig gefördert werden muss, werden gemeinsam andere Sponsoren gesucht, z. B. über Stiftungen helfen

Bei Fragen zu oder Interesse an Supervisions-Gruppen, Coaching, Fortbildungen und Schulungen:
Landeshauptstadt Hannover, Annette Reus, Bürgerschaftliches Engagement,
Tel.: 0511 – 168 43789
E-Mail: engagiert@hannover-stadt.de

Bezüglich der Erstattung finanzieller Auslagen und den Möglichkeiten der zentralen Beschaffung von Tickets: Landeshauptstadt Hannover, Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfe,
Tel.: 0511 – 168 30088
E-Mail: 50.6K@hannover-stadt.de

Der Stichtag für diesen Etat ist der 15. Oktober 2018. Wer also vorausschauend plant, sollte zumindest den geplanten Bedarf schon anmelden. Auszahlungen erfolgen sofort nach der Einreichung der Belege, aber auch Vorschusszahlungen sind möglich.

Hier noch einige Tipps für Unternehmungen mit Geflüchteten
Aktivitäten von Ehrenamtlichen waren bisher zum Beispiel:

Ausflüge in den Harz oder Deister,
Besuch des Bundestages in Berlin,
Besuche von Fussballspielen,
Besuche von Theateraufführungen oder Konzerten, Museen, dem Zoo Hannover,
Besuche von Deutschkursen,
die Teilnahme an Kochaktionen, gemeinsames Musizieren,
der Besuch von Kunst- oder Schreibworkshops und Bastel- oder Handarbeitsgruppen und gemeinsames Werken.

Annette Reus koordiniert Fortbildungen und Coaching
Annette Reus koordiniert Fortbildungen und Coaching

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