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Rechte und Pflichten der Eltern
Lernkontrollen
Wie können wir unser Kind unterstützen?
Wer kann mich und mein Kind unterstützen?
Diskriminierung und Mobbing
Was ist Religionsunterricht?

Rechte und Pflichten der Eltern
Nach dem Deutschen Grundgesetz ist die Pflege und Erziehung von Kindern die Aufgabe der Eltern (Art. 6 II GG). Jedoch hat auch die Schule einen Erziehungsauftrag (Art. 7 II GG). Dies bedeutet, dass einerseits die Eltern, andererseits die Schule für die Erziehung schulpflichtiger Kinder zuständig sind. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz haben Schulen eine Aufklärungspflicht und die Eltern sollen durch die Schule immer über die aktuelle Entwicklung ihrer Kinder in Kenntnis gesetzt werden. Da beide Parteien an der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder interessiert sind, setzen viele Schulen auf eine gute Kommunikation mit den Eltern. Diese beinhaltet auch, dass die Eltern die Lehrer über eventuelle Veränderungen in Kenntnis setzen. Die Lehrer der Kinder bieten daher regelmäßig Elternsprechtage an, bei denen sie die Eltern über das Lern-, Sozial- und Arbeitsverhalten des Kindes informieren, sie gleichzeitig aber von den Eltern über neuerliche Entwicklungen informiert werden können.
Die bereits erwähnte niedersächsische Schulpflicht ist gesetzlich festgelegt und ihr Nicht-Nachkommen wird bestraft.

TIPP:
Es ist die Pflicht der Eltern, ihr Kind zu entschuldigen, wenn es am Unterricht nicht teilnehmen kann. Spätestens am dritten Fehltag müssen die Eltern der Schule den Grund des Fehlens ihres Kindes mitteilen. Hier ist ein Telefonanruf ausreichend. Bei längerer Erkrankung kann die Schulleitung eine schriftliche Mitteilung verlangen und in einigen Fällen muss eine ärztliche Bescheinigung vorliegen.

Teilhabe
In Absprache mit der Schule und dem jeweiligen Lehrer ist es möglich, dass die Eltern zur Probe am Unterricht teilnehmen (hospitieren), um zu sehen, wie der Unterricht in der Schule abläuft. Außerdem können sich die Eltern immer auch an die Elternvertreter wenden. Sie werden alle zwei Jahre gewählt und alle Eltern dürfen sich zur Wahl aufstellen lassen. Es ist deren Aufgabe, an wichtigen schulischen Entscheidungen mitzuwirken um die Wünsche, Ideen und Erfahrungen aller Eltern in wichtige Entscheidungen integrieren und sich für diese einsetzen zu können. Befinden sich an einer Schule mehr als 10 Schüler mit nicht-deutscher Staatsbürgerschaft, kann bei den Wahlen des Schulelternrates ein zusätzliches Mitglied und ein Stellvertreter in den Schulelternrat gewählt werden.
Nähere Informationen über die Website des Landeselternrates Niedersachsens: http://www.ler-nds.de/_downloads/leitfaden_elternarbeit.pdf

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By Maddl79 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons
By Maddl79 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Lernkontrollen
Um die Leistungen der Schüler bewerten zu können, gibt es Lernkontrollen. Sie finden in schriftlicher und in mündlicher Form statt. Die Gewichtung der Leistungen ist von der Schulform, der Jahrgangsstufe sowie vom Unterrichtsfach abhängig und ist daher am besten bei dem jeweiligen Lehrer zu erfragen.

Klassenarbeiten sind schriftliche Lernkontrollen, die von allen Schülern unter denselben Bedingungen, meist innerhalb von 45 Minuten angefertigt werden müssen.

Aber auch die mündlichen Leistungen zählen. In den meisten Schulen gibt es Hausaufgaben, die die Lehrer der einzelnen Fächer den Schülern am Ende der Unterrichtsstunde erteilen. Sie bekommen mitgeteilt, bis wann die Hausaufgaben erledigt sein sollen. Die Lehrer kontrollieren die Hausaufgaben, benoten sie jedoch in der Regel nicht direkt, vermerken aber die Leistung für sich, die anschließend in die mündliche Note einfließt. Tests, die über 20 Minuten geschrieben werden, werden zur mündlichen Note gezählt. Diktate werden als Tests geschrieben. Hierbei liest der Lehrer einen Text vor, den die Schüler aufschreiben. Dann wird die Rechtschreibstärke der Kinder überprüft. Auch die generelle mündliche Beteiligung der Schüler im Unterricht hat einen Einfluss auf die Benotung. Bei Referaten handelt es sich um einen schriftlichen Bericht, der von den Schülern der Klasse mündlich vorgetragen wird.

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Wie können wir unser Kind unterstützen?
Die Kommunikation zwischen der Schule und den Eltern ist für die (schulische) Entwicklung des Kindes sehr wichtig. Es ist von großer Bedeutung, dass die Lehrer die Eltern über Unterrichtsabläufe sowie mögliche Probleme, die in der Schule auftreten, informieren. Umgekehrt ist es wichtig, dass die Eltern mit den Lehrern über die Lebenssituation des Kindes sprechen und auch Veränderungen erwähnen. Es ist wichtig, dass Sie als Eltern an Elternabenden und Elternsprechtagen teilnehmen und sich mit den Lehrern über die Fortschritte und eventuelle Probleme Ihres Kindes austauschen.

TIPPS:

Anerkennung ausländischer Schulabschlüsse
Wenn Ihr Kind die Schule im Heimatland besucht hat und zu einer niedersächsischen Schule wechselt, entscheidet die Schule in Niedersachsen, in welche Klasse Ihr Kind aufgenommen wird. Dazu brauchen Sie bestimmte Unterlagen. Wenn Sie diese Dokumente nicht haben, fragen Sie in der Schule, die Ihr Kind besuchen soll, nach.

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Wer kann mich und mein Kind unterstützen?
Mein Sohn und ich streiten oft wegen seiner Hausaufgaben. Was können wir tun?
Auch hier ist es zunächst möglich, das Gespräch mit dem Klassenlehrer zu suchen. Bestehen die Streitigkeiten bei den Hausaufgaben nur in einem speziellen Fach, wäre es ratsam, den Fachlehrer um ein Gespräch zu bitten.
Es ist auch möglich, sich hierbei Hilfe von außen zu holen. An Ganztagsschulen ist eine Hausaufgabenbetreuung in den Nachmittagsunterricht integriert. Außerdem gibt es private Institute, an denen kostenpflichtige Hausaufgabenbetreuung angeboten wird.

Meine Tochter wurde von ihrem Lehrer unfair benotet. Ein konstruktives Gespräch mit dem Lehrer scheint nicht möglich. An wen können wir uns wenden?
Es können immer Situationen auftreten, in denen Hilfe von außen nötig wird. Wenn Ihr Kind mit einer Lehrkraft Konflikte hat, die unlösbar erscheinen, gibt es die Möglichkeit, sich bei weiteren Gesprächen von folgenden Personen unterstützen zu lassen:

  • Elternvertreter
  • Schulleitung
  • Schulpsychologe/Schulsozialarbeiter

Bildquelle: https://i.ytimg.com/vi/R5ek7Gh3R9I/hqdefault.jpg
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Diskriminierung und Mobbing

Diskriminierung
Diskriminiert wird, wer wegen Merkmalen wie Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlicher Behinderung oder der Religionszugehörigkeit „schlechter behandelt wird, als andere Menschen“ (Antidiskriminierungsstelle des Bundes). Diese Benachteiligung ist nicht gerechtfertigt und verstößt eindeutig gegen die Grundwerte der deutschen Verfassung.

In Niedersachsen gibt es Antidiskriminierungsstellen, an die man sich wenden kann, wenn man Diskriminierung erfährt oder beobachtet. Die Antidiskriminierungsstellen sind entweder in den Behörden angesiedelt (Region Hannover, http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Soziales/Integration-Einwanderung/Antidiskriminierungs%C2%ADstelle-ADS ) oder gehören zu Vereinen, z.B. IBIS Oldenburg, http://ibis-ev.de/de/antidiskriminierungsstelle-2/netzwerk-ads . Hier können Sie sich auch beraten lassen!

Mobbing
Mobbing bedeutet, dass eine Person über einen längeren Zeitraum wiederholt von einer anderen Person oder mehreren Personen gedemütigt wird. Dies kann in Form körperlicher Übergriffe geschehen, aber auch durch mündliche Bedrohungen oder Kränkungen, sowie den Ausschluss aus einer Gruppe oder die Beschädigung von Gegenständen der gemobbten Person.

Woran merken Sie, dass Ihr Kind von Mobbing betroffen ist?
Die Anzeichen sind natürlich ganz individuell und die aufgelisteten Merkmale können ein Hinweis sein, müssen es aber nicht:

  • Ihr Kind wirkt traurig, launisch oder manchmal aggressiv
  • Ihr Kind verhält sich anders als sonst
  • Ihr Kind ist weniger selbstbewusst
  • Ihr Kind isoliert sich verstärkt
  • Ihr Kind hat Angst davor, zur Schule zu gehen oder mag vielleicht nicht mehr mit dem Bus zur Schule fahren (weil es dort vielleicht auf die Personen trifft, die es mobben)
  • Kleidungsstücke oder Gegenstände, die Ihr Kind mit in die Schule nimmt, sind häufig beschädigt
  • Ihr Kind klagt immer öfter über körperliche Beschwerden (z. B. Bauch- oder Kopfschmerzen), die oft kurz vor Schulbeginn auftreten.

Wie können Sie Ihrem Kind helfen?
Sprechen Sie Ihr Kind behutsam auf Ihre Beobachtungen an, hören Sie ihm genau zu. Zeigen Sie Verständnis und versuchen Sie, negative Gefühle wie Traurigkeit oder Wut nicht zu zeigen. Stattdessen signalisieren Sie, dass Sie Ihrem Kind helfen wollen. Berichtet Ihr Kind davon gemobbt zu werden, ist es wichtig, schnell zu handeln.

Wichtig ist, dass Sie weder die Schüler kontaktieren, die Ihr Kind mobben, noch deren Eltern! Kontaktieren Sie zunächst den Klassenlehrer Ihres Kindes – am besten außerhalb der Schulzeiten.
Es ist auch möglich, eine externe Beratungsstelle wie eine schulpsychologische Beratungsstelle aufzusuchen.

Nehmen Sie Ihr Kind ernst und machen Sie ihm klar, dass Sie es aktiv unterstützen. Möglicherweise spricht Ihr Kind nicht mit Ihnen darüber, weil es sich sehr schämt oder weil es glaubt, dass Sie ihm auch nicht helfen können. Vielleicht möchte es Ihnen auch keine Sorgen bereiten.

Viele Schulen gelten als „gewaltfreie Schulen“. Hierbei gibt es besondere Projekte, die Schüler, Eltern und Lehrer sensibilisieren sollen. Schüler sollen dazu ermutigt werden, sich bei Problemen entweder einem Lehrer, dem Schulsozialarbeiter oder der Schulleitung anzuvertrauen. Es besteht auch die Möglichkeit, dies anonym zu tun, auch dann, wenn die Schüler von Gewalt nicht selbst betroffen sind, jedoch Gewalt gegen ihre Mitschüler beobachtet haben.

TIPP:
Sollten Sie als Eltern von Gewaltdelikten oder Mobbingfälle an der Schule erfahren, teilen Sie diese der Schule bitte unbedingt mit.

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Was ist Religionsunterricht?
Religion stellt ein eigenständiges Unterrichtsfach dar. Christlicher, jüdischer, islamischer und alevitischer Religionsunterricht muss an niedersächsischen Schulen dann erteilt werden, wenn mindestens 12 Schüler den jeweiligen Unterricht besuchen möchten und eine geeignete Lehrkraft zur Verfügung steht. Als Alternative können die Schüler am Fach „Werte und Normen“ teilnehmen.

TIPP:
Bis zum 14. Lebensjahr entscheiden die Eltern, ob das Kind am entsprechenden Religionsunterricht oder am „Werte und Normen“-Unterricht teilnimmt, danach können die Schüler selbst entscheiden.

Nächstes Kapitel: Impressum und Quellenverzeichnis

Veranstaltungskalender
Neu eingestellte Veranstaltungen
07.03.
07.03.
17.30 Uhr Anmeldung erbeten
frei
Gemeindehaus Herrenhäuser Kirche
Hegebläch 18
30419 Hannover
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Das Thema Abschied und Abschiebung beschäftigt Medien, Politik und Gesellschaft. Meist geht es darum, wer Anrecht auf Asyl haben und wer wieder in seine Heimat abgeschoben werden soll. Aber was bedeutet diese Diskussion eigentlich für die Menschen? Die Geflüchteten? Die ehrenamtlichen Unterstützer? Im ersten Teil dieses Abends geht es um Protestformen gegen Abschiebeurteile. Welche verschiedenen Formen gibt es, Widerstand zu leisten und wie erfolgreich sind sie? Dr. Helen Schwenken trägt vor.
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© Foto: kargah
08.03.
© Foto: kargah
08.03.
16.30 Uhr / 18.00 Uhr Vortrag
frei
kargah e.V.
Ankommen und Begrüßung im kargah-Haus
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
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Vernissage »Aus Schmerz« Malerei von Nessrin Ahmo, Gedicht-Ausstellung »Da Sein, Fremd Sein« Persische Gedichte von Sorur Sahebi, deutsche Worte mit Gabriele Kessemeier. Vortrag: »Geschlechterpolitik und das Leben der Frauen in der Türkei«
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05.03.
05.03.
19.00 Uhr
frei
Frauenzentrum Laatzen
Hildesheimer Straße 85
30880 Hannover
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Wann werden Stimmen von Schwarzen Frauen und "Frauen of Color" überhaupt gehört? Welche Feminismen werden zur Kenntnis genommen in Deutschland? Welche Vorteile bringt es mit sich, selbstverständlich als weiß und deutsch angesehen zu werden? Der Vortrag bietet Anknüpfungspunkte für weitere eigene Auseinandersetzungen. - Was kann Kritisches Weiß-sein konkret bedeuten – im privaten Umfeld, im Beruf, in politischen und aktivistischen Zusammenhängen?
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