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HoR-Team - Mario Runde_Jörg Djuren_Lesia Bresitzka_Abayomi Bankole

House of Resources

Programm zur Vernetzung und zum Zusammenhalt

Mit dem Programm „House of Resources“ fördert das BAMF seit 2016 bundesweit Migrantenselbstorganisationen – das MiSO-Netzwerk Hannover ist lokaler Partner.

  Wolfgang Becker | 26.06.2020

Das Foto zeigt das House of Resources-Team (von links nach rechts): Mario Runde, Jörg Djuren, Lesia Bresitzka, Abayomi Bankole

Es geht um Ideen, Veranstaltungen und Geld, um Geräte und Räume. Um Ressourcen, um finanzielle Quellen und um materielle und personelle Möglichkeiten für die Integrationsarbeit. „House of Resources bedeutet Ermöglichung interkultureller Projektverwirklichung, strukturelle Stärkung von Migrantenselbstorganisationen und Förderung der Sozialteilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte in der Stadtgesellschaft“, sagt Lesia Brezitska, für das Projekt zuständige Mitarbeiterin im MiSO-Netzwerk Hannover e.V.

Programm bietet „bedarfsgerecht und flexibel Ressourcen materieller und ideeller Natur“

Mit dem Ziel, engagierte, aber unzureichend ausgestattete Organisationen zu handlungsfähigen Akteuren in den lokalen Integrationsnetzwerken aufzubauen, hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bereits Anfang 2016 Fördermittel für das "Houses of Resources" ausgeschrieben. Seitdem ist MiSO als lokaler Partner dabei. Einen Überblick über die Aktivitäten bietet das Internet.

Das BAMF unterstützt mit diesem Programm bundesweit in 11 Städten (Stand: Februar 2020) bürgerschaftliches Engagement: Vorrangig sollen Migrantenselbstorganisationen (MSO), aber auch anderen, integrativ wirkenden Organisationen, „bedarfsgerecht und flexibel Ressourcen materieller und ideeller Natur“ für ihre Arbeit zugänglich gemacht werden. Das Bundesprogramm ist derzeit bis zum 31. Juli 2022 befristet, Anschlussfinanzierungen, z.B. über Kommunale Haushalte, werden schon heute gesucht.

Geboten werden im „House of Resources“ z.B. Geld für Kurse und Veranstaltungen, Rechtsberatungen, Raummieten, Verleih technischer Geräte wie Fotoapparate, Video oder Beamer ebenso wie für Öffentlichkeitsarbeit, etwa Erstellung von Flyern und dazugehörige Druckkosten. „Der unbürokratische Ansatz der ‚Houses of Resources‘ ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung der Arbeit von Ehrenamtlichen vor Ort“, heißt es dazu auf der Website des BAMF.

Im Jahr 2019 wurden 43 Projekte finanziell unterstützt

Allein in Hannover wurden im vergangenen Jahr 43 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 48.000 € gefördert. Die Einzelmaßnahmen sind im Internet veröffentlicht. Neben dieser finanziellen Förderung – verbunden mit intensiver Beratung der Initiativen bei Antragstellung und Projektdurchführung – sind eigene Seminare und Workshops wichtigste Arbeitsfelder des House of Resources.

Aktuelles Beispiel: Psychologisches Seminar Ende Juni 2020 für Aktive aus MSO als emotionelle Hilfestellung - angepasst an die Problematik der Ehrenamtlichen aus verschiedenen MSO. Auf das Thema "Belastung durch Ehrenamt" wird im Rahmen des Seminars im Format entlastender Gespräche und Entspannungsübungen eingegangen.

In der Vergangenheit gab es etwa Veranstaltungen zu Vereinsgründung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und vielem mehr. „Themenvorschläge werden gern angenommen und umgesetzt“, so Lesia Brezitzka. Auch eine Tausch- bzw. Ausleihbörse wurde eingerichtet, kommuniziert wird über das Internet. Besonderes Interesse besteht an der von MiSO beschafften professionellen Musikanlage, die immer wieder gern ausgeliehen wird.

Das Team des „House of Resources Hannover Region“ ist breit aufgestellt: Neben Lesia Brezitska ist auch Jörg Djuren als Berater tätig, Dina Krivorutskaya kümmert sich um die Buchhaltung, Projektkoordinator ist MiSO-Geschäftsführer Mario Runde und MiSO-Vorstand Abayomi Bankole hat die Gesamtleitung. „Die Arbeit, die wir im Rahmen von House of Resources leisten, ist sehr interessant und sozialpolitisch relevant“, bilanziert Lesia Brezitska: „Gerne möchten wir uns weiterhin für lokale MSO und gutes vielfaltiges Zusammenleben in diesem Format engagieren. Und noch mehr zur Vernetzung und zum Zusammenhalt unter den Stadtbürger*innen beitragen.“

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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