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Tanztheater

„Herzlich Willkommen“ im Theater im Pavillon

Eine Performance, eindrucksvoll - auch ohne Worte.

  Jürgen Castendyk | 13.02.2020

Das neue Theaterstück von Yara Eid hatte Ende Januar Premiere. Die Choreografin und Tänzerin inszeniert darin ihre ungewöhnliche Biografie, die mit stetigen Neuorientierungen verbunden war. Yara Eid studierte Tanz an der Nationalen Ballettschule in Damaskus und später an der Hochschule für bildende Künste in Essen. Seit mehreren Jahren arbeitet sie mit freien Theatergruppen zusammen, darunter mit der Theaterwerkstatt im Pavillon.

Im Tanztheaterstück „Herzlich Willkommen“ vermeidet Yara Eid die Festlegung auf das Thema Flucht und Vertreibung. Die Künstlerin möchte stattdessen generell von Konflikten bei Aufbruch und Neuorientierung erzählen. Die als Performance gestalteten Geschichten von Yara Eid folgen ihrem Thema: „wer wir sind und wer wir waren“. Die starken Bewegungsmotive des Aufbruchs, die langen Wege der Neuorientierung, verbunden mit scheinbar unüberwindbaren Hürden und Unklarheiten, sind das Ausgangsmaterial für ihre Arbeit. Die Musik von Abdulrahim Aljouja, teils im Hintergrund zu hören, teils vom Spieler einer Tamburine Riq, live gespielt, ist eindeutig arabischen Ursprungs. Ebenso die Kleidung des Musikers und eines Schauspielers, der nur einmal kurz zu Wort kommt.

Die einzigen Requisiten auf der Bühne sind verschiedenartige Stühle. Mal sind es wenige, mal werden von einer Person aus dem Hintergrund weitere zu Gruppen aufgestellt. Die drei Personen treffen sich häufig auf den Stühlen zu verschiedenen, aber synchronen Gesten. In einer Szene treffen sich Schauspieler und Tänzerin zu einer Performance über ein Liebesspiel auf zwei Stühlen. Erst überwiegt die dominante Rolle des Mannes, dann die zärtlichere Annäherung durch die Frau.

Herausragend sind die tänzerischen Bewegungen der Tänzerin Yara Eid. Sie benutzt dabei keine orientalische Kostümierung, sondern ein langes dunkelblaues Kleid mit weißen Punkten. Der weite und weiche Stoff verleiht den expressiven Gesten scheinbar Flügel. Yara Eid umkreist die Stühle und die Personen. Sie erschafft mit Tanz vielfältige Nähe und Ferne und stellt symbolhaft Gefühle wie Lebensfreude oder Trauer dar.

Die getanzten Bilder der Erinnerungsreise von Yara Eid kommen dem Publikum eindrücklich und berührend nahe. Sehr zu empfehlen.

Weitere Aufführungen finden am 28., 29. Februar und am 06. und 07. März statt, jeweils um 19.30 Uhr.

Vorstellungen von "Herzlich Willkommen! am 20.,21. Februar müssen wegen Grippe leider ausfallen.

Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit für die anderen Termine, oder können dort zurückgegeben werden wo sie gekauft wurden.

Fotos: Oktavia Ostermannn

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