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Kommentar zum LIP

Die neue Streitkultur wird bunt und vielsprachig

Die große Auftaktveranstaltung zum LIP hat bereits die ersten Tendenzen und viele Wünsche vorgebracht. Jetzt geht es los mit dem "Neubau" des großartigen LIP 2.0

  Claudia Ermel | 20.01.2020

Foto: Martin Tönnies


Der Staffellauf zum großen Teilhabeplan 2.0 in Hannover wurde mit viel Prominenz und zwei Tagen lebhaftem multikulturellen Austausch gestartet. Da gleich in mehreren Beiträgen der Redner*innen der explizite Wunsch auch nach Streitgesprächen geäußert wurde („Streit ist die Basis und unverzichtbar für unsere Demokratie,“ mehrere Redner*innen äußerten sich hierzu sehr ähnlich), boten die insgesamt sieben Dialogrunden jeder und jedem die Möglichkeit, auch ungewöhnliche Ideen und Meinungen einzubringen. Noch ist der Lokale Integrationsplan 2.0 in viele verschiedene Richtungen offen und beweglich. Sogar die Rahmenbedingungen des LIP 2.0 wurden von einzelnen Besucher*innen der Auftaktveranstaltung infrage gestellt. Weder die Zusammensetzung der Expert*innengruppen noch das Fehlen von Jugendvertreter*innen (Sie entscheiden hier über UNSERE Zukunft“) wurde einfach so hingenommen.

Mit LIP 2.0 den interkulturellen Diskurs üben

Allerdings war die gesamte Veranstaltung eher s e h r harmonisch und friedlich. Auch das mit der Streitkultur im interkulturellen Umfeld müssen wir für ein konstruktives Zusammenleben noch kräftig trainieren. Nun wurden jedenfalls die ersten Stäbe des Staffellaufs zum LIP an die Öffentlichkeit übergeben. Jede Dialogrunde hatte zwei Minuten, um Ihre Ergebnisse vorzutragen.

Dass Diskriminierung, Alltagsrassismus und Ausgrenzung weiterhin überall in unserer Gesellschaft zu finden sind, wurde zwar von allen Teilnehmenden gesehen. Doch war eine offene Gesellschaft aller Ethnien und Kulturen das unbedingte Ziel aller, also Gleichberechtigung und Demokratie als Basis.

Zwei Minuten pro Dialogrunde

Und was kam raus bei den Arbeitsgruppen? Der größte gemeinsame Wunsch war: Möglichst viele Begegnungsräume schaffen. Da diese eher überall im Stadtgebiet benötigt werden, ist ein Welthaus der Kulturen vielleicht doch nicht so zielführend. Hinzu kamen viele Anregungen, Ideen und auch kritische Vorschläge zu den einzelnen Themenfeldern, die dem Publikum im Speed-Beitrag präsentiert wurden.

Jede und jeder soll mitreden beim neuen Konzept für Hannovers vielfältige und gerechtere Stadtgesellschaft der Zukunft. Welt-In-Hannover. de wird dabei kräftig mitmischen und die Menschen überall in der Stadt zum LIP befragen.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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