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Wahlleiter Dr. Max Behrendt mit Mahjabin Lipi Ahmed und Abayomi Bankole

Einwanderungsstadt Hannover

„LIP 2.0“ – Überarbeitung des Lokalen Integrationsplans

Der „LIP 2.0“ nimmt Fahrt auf. Nach den Expert*innen wurden jetzt die migrantischen Mitglieder der Lenkungsgruppe gewählt. MiSO-Kandidat*innen setzten sich durch.

  Wolfgang Becker | 13.01.2020

Das Titelfoto zeigt den Wahlleiter Dr. Max Behrendt mit Mahjabin "Lipi" Ahmed und Abayomi Bankole

Samstagvormittag, 11. Januar, Hodlersaal im Neuen Rathaus: Wahltermin für die Vertretung der hannoverschen Migrant*innen in der Lenkungsgruppe zum neuen Lokalen Integrationsplan LIP. Großer Erfolg für die beiden Kandidat*innen aus dem Vorstand des MiSO-Netzwerkes: Mahjabin 'Lipi' Ahmed (IIK) und Abayomi Bankole (ADV Nord) setzten sich mit deutlichem Abstand vom Feld der insgesamt 15 Kandidaturen ab. Der dritte Vertreter von MiSO, Dr. Peyman Javaher-Haghighi (kargah), war bereits zuvor schon über die Verbändeliste nominiert worden. Als Wahlberechtigte waren 31 Vertreter*innen von Migrant*innenorganisationen im Rathaus anwesend, geleitet wurde die gelungene Wahlveranstaltung von Dr. Max Behrendt vom Sachgebiet Integration der Landeshauptstadt Hannover.

Partizipativer Prozess mit Expert*innen und Lenkungsgruppe

Auf operativer Ebene wird eine Lenkungsgruppe das zentrale Gremium bilden. Dies soll besetzt werden durch zwölf Fachbereichsleiter*innen, zehn Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und einer*einem Delegierten der Integrationsbeiräte. Den Vorsitz wird die städtische Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf übernehmen. Die Lenkungsgruppe prüft die Vorlagen der Expert*innengruppen und entscheidet, ob die jeweilige Fassung dem Ratsausschuss zum Beschluss vorgelegt werden kann, oder ob sie zur Überarbeitung an die Expert*innengruppen zurückgespielt wird.

Die Lenkungsgruppe entscheidet über die inhaltliche Ausgestaltung und erarbeitet die Drucksache, die nach der Überarbeitung des LIP dem Rat zur Entscheidung vorgelegt wird. Das letzte Wort zum „LIP 2.0“ wird zuvor der Internationale Ausschuss der Landeshauptstadt Hannover gehabt haben.

Ablauf des Prozesses LIP 2.0
Ablauf des Prozesses LIP 2.0
Ablauf des Prozesses LIP 2.0
Ablauf des Prozesses LIP 2.0

Integrationsplan „LIP 2.0“ soll Hannover als Einwanderungsstadt fit machen

Seit 2008 ist der hannoversche Lokale Integrationsplan LIP in die Jahre gekommen. Nicht nur hat sich die Ausgangssituation zum Beispiel durch die verstärkte Einwanderung ab 2015 gravierend geändert, sondern viele Teilziele des LIP wurden in der Zwischenzeit erreicht und sind somit nicht mehr aktuell. Um den heutigen und künftigen Herausforderungen gerecht zu werden, muss der LIP überholt und an die aktuelle Situation angepasst werden. Dies sah auch der Stadtrat so und beauftragte 2019 die Verwaltung, einen Überarbeitungsprozess unter Beteiligung der Stadtgesellschaft zu übernehmen.

Das Sachgebiet Integration der Landeshauptstadt Hannover organisiert praktisch den Überarbeitungsprozess. Da die Ausgestaltung des neuen „LIP 2.0“ offen für Teilhabe sein soll, wird die Arbeit am Text von übergreifenden Expert*innengruppen geleitet, in denen Verwaltungsfachleute mit externen Expert*innen aus Migrant*innenSelbstOrganisationen (MSO), Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenarbeiten.

Anfang 2021 soll der Plan stehen – Auftaktveranstaltung nächstes Wochenende

Die Überarbeitung wird etwa eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen, sodass der neue LIP Anfang 2021 beschlussreif sein dürfte. Zum 17./18. Januar 2020 hat die Stadt gemeinsam mit dem MiSO-Netzwerk zu einer großen feierlichen Auftaktveranstaltung in’s Haus der Jugend eingeladen. Am Freitag um 15 Uhr wird dort Oberbürgermeister Belit Onay die Eröffnungsrede halten, am Abend ab 20:30 Uhr wird eine „LIParty“ mit den Linden Legendz steigen. Der Samstag wird dann mit einer Einführung von Konstanze Beckedorf um 10 Uhr ganz der inhaltlichen Arbeit gewidmet sein.

Fotos: Wolfgang Becker

Prozessablauf: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Soziales, Integration & Einwanderung

Hier finden Sie ein Video, das den LIP 2.0 (die Neuauflage des Lokalen Integrationsplans) und dessen Hintergründe erklärt.

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Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover