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In der Wasserstadt wird schon eifrig gebaut_2

Wasserstadt Limmer

Neubausiedlung für Nachhaltigkeit ausgezeichnet – zieht das Stadtarchiv in alte Conti-Fabriken?

Feierstunde bei der Wasserstadt Limmer. Ein Zertifikat für Nachhaltigkeit und eine Sensation: Es gibt neue Pläne für die Conti-Altgebäude.

  Wolfgang Becker | 19.11.2019

Das neue Quartier Wasserstadt Limmer hat als erstes Projekt Niedersachsens das Vorzertifikat in Gold von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erhalten. Mit dem Gütesiegel werden die besonders hohen Nachhaltigkeitsstandards des Bauvorhabens in ökologischer, soziokultureller, funktionaler, technischer und ökonomischer Hinsicht gewürdigt. Im Rahmen einer Feierstunde am 13. November 2019 überreichten die Auditoren des Projektes die von der DGNB offiziell verliehene Urkunde. Die Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH (WLEG) will auf der Industriebrache der Continental AG in den nächsten zehn Jahren in dem neuen Quartier auf einem 237.800 m² Grundstück am Leineabstiegskanal rund 1.800 Wohneinheiten bauen lassen.

Der Architekt Jörg Jungesblut
Der Architekt Jörg Jungesblut ist seit einem Jahr Geschäftsführer der Wasserstadt Entwicklungsgesellschaft
Der Architekt Jörg Jungesblut
Der Architekt Jörg Jungesblut ist seit einem Jahr Geschäftsführer der Wasserstadt Entwicklungsgesellschaft

„Wir haben mit dieser Vorzertifizierung einen Meilenstein in unserer Projekthistorie erreicht, für Niedersachsen ist sogar eine Premiere. Das bestärkt uns einmal mehr in unserer Vision, mit der Wasserstadt Limmer neue Maßstäbe in Bezug auf Nachhaltigkeit und Nutzungsmischung zu setzen“, sagte Architekt Jörg Jungesblut, Geschäftsführer der WLEG, in seiner Dankesrede.

Auch Stadtbaurat Uwe Bodemann war voll des Lobes: „Die Wasserstadt Limmer ist nicht nur das größte innenstadtnahe Bauprojekt Hannovers, es ist auch ein großer Schritt in die Zukunft. Wir wollen uns mit der gesamten Planung auf die gesellschaftlichen und umweltlichen Herausforderungen bestmöglich vorbereiten. Diese sind neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit vor allem die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum. Das Wohnquartier soll ein gut durchmischter, lebendiger und auch bezahlbarer Stadtteil mit hoher Lebensqualität für alle werden“, sagte der im kommenden Jahr aus dem Amt scheidende Baudezernent.

Stadtbaurat Uwe Bodemann
Stadtbaurat Uwe Bodemann hat den Planungsprozess der Wasserstadt jahrelang begleitet
Stadtbaurat Uwe Bodemann
Stadtbaurat Uwe Bodemann hat den Planungsprozess der Wasserstadt jahrelang begleitet

Ganz nebenbei wurde auf der Veranstaltung auch mitgeteilt, dass es neue Perspektiven für die Conti-Fabriken gibt. Investor Günter Papenburg, der offenbar mit der Wasserstadt sein Lebenswerk krönen möchte, wolle bis zu 80 Millionen Euro in die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude stecken. Angedacht im Gespräch mit der Stadt sei die Schaffung von Räumlichkeiten und Magazinen für das Stadtarchiv. Im Sommer noch hatte die WLEG aus wirtschaftlichen Gründen den Abriss der seit 1998 leerstehenden Fabriken beantragt. Gegen die Ablehnung dieses Antrags klagt Papenburg jetzt vor dem Verwaltungsgericht. „Ich würde die Gebäude auch gern sinnvoll nutzen“, sagte der 80-jährige Bauunternehmer am Rande der Feierstunde. Eine Rede hielt er dort nicht.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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