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Frau am Computer

Programmierausbildung für Geflüchtete

Refugeeks - In einem Jahr zum Programmierjob

Migrant*innen werden in einem Jahr sowohl in der deutschen Sprache als auch im Programmieren ausgebildet und absolvieren ein dreimonatiges Praktikum in einem der kooperierenden Unternehmen. Danach können sie in einem wichtigen IT-Teilbereich (Software-Entwicklung) arbeiten. Denn dieser Teilbereich ist dafür bekannt, mehr Wert auf Kompetenz als auf formale Bildungsabschlüsse zu legen.

Bewerbungsfrist für den ersten Durchgang: Bis 21.9.2019 Anmeldung formlos mit Lebenslauf unter info@refugeeks.de. Nach diesem Termin können Restplätze auch noch an Nachrücker*innen vergeben werden.Spätere Bewerbungen können auf alle Fälle für den zweiten Jahrgang berücksichtigt werden, dessen genauer Startzeitpunkt noch nicht feststeht.

05.09.2019

Potentielle Arbeitgeber: Im Vorfeld wurden Firmen befragt, ob sie Absolvent*innen dieser Akademie eine Chance geben und zueinem Vorstellungsgespräch einladen würden. Fast alle waren selbst bei Absolvent*innen ohne Hochschulabschluss dazu bereit. Zudem haben eine Reihe von Firmen eine Erklärung unterzeichnet, dass sie Praktikumsplätze bereitstellen und bei der Festlegung der Lehrinhalte mitwirken möchten.Zielgruppe: Migrant*innen (z.B. anerkannte Geflüchtete) aus Türkei, Syrien oder anderen Ländern mit Aufenthaltserlaubnis unabhängig von einer Hochschulzugangsberechtigung. Es müssen Leistungen eines Jobcenters bezogen werden,der Wohnort spielt keine Rolle. Vorkenntnisse im Programmieren (egal in welcher Sprache) müssen vorhanden sein.

Inhalt der Programmierausbildung: Die Teilnehmer*innen arbeiten mit wichtigen Sprachen, Konzepten und Frameworks in den Bereichen E-Commerce (eingeschlossen Web-Entwicklung, Datenbanken, Content-Management, App-Entwicklung) und Big Data (eingeschlossen Statistik, Data Mining, Künstliche Intelligenz). Gleichzeitig werden Methoden der agilen Projektarbeit eingeübt, indem auch die Ausbildung agile Methoden nutzt. Die Lehrkräfte sind Professor*innen oder erfahrene Lehrbeauftragte der Hochschule Hannover (HsH). Die Inhalte werden im Austausch mit den Partnerfirmen fortlaufend an die Erfordernisse des Arbeitsmarkts angepasst.

Struktur der Programmierausbildung: Jedes Modul umfasst zwei Wochen und wird jeweils an Nachmittagen gelehrt und eingeübt. Ein Modul umfasst zunächst neun Tage mit jeweils vier Stunden Lehre/Übungen mit Präsenzpflicht. Am zehnten Tag (Freitag) wird ein Test durchgeführt, der unmittelbar danach ausgewertet wird und bestanden werden muss (und ggf. in der Woche danach wiederholt werden darf). Während jedes Moduls kommt ein*e eingeladene*r Firmenvertreter*in zum „Freitagsgespräch“ . Auf diese Weise knüpfen die Teilnehmer*innen Kontakte zu möglichen Praktikums-oder Arbeitgeber*innen.

Deutschkurse: An drei Vormittagen pro Woche findet ein Deutschkurs in den Räumen der Hochschule statt, der fachsprachlich und berufsbezogen orientiert ist. Aufgrund der fachlichen Ausrichtung sind die Kurseauch für Wiederholer der entsprechenden Sprachstufen interessant. An den beiden anderen Vormittagen wird ein Tutorium angeboten, in dem sowohl Probleme aus dem Deutschunterricht als auch aus dem Programmierunterricht besprochen werden können.Voraussetzung zur Teilnahme am Deutschkurs ist ein abgeschlossenes Niveau B1 des GER. Bei Abschluss des Programms wird das Niveau C1 des GER erreicht.

Länge der Ausbildung: Der Deutschkurs startet am 6.1.2020, einerstes Kennenlernen der Teilnehme*innen findet am 21.10.19 statt. Die Programmierkurse starten etwas später, sobald die formalen Voraussetzungen (Jobcenter-Förderung) geklärt sind. Das Deutsch-Niveau C1 wird Ende August 2020 erreicht. Die Praxisphase im Anschluss an die Ausbildung wird dann im Herbst/Winter 2020/21 stattfinden.

Träger: Refugeeks wird (vorbehaltlich der Finanzierungszusage) als Weiterbildungsmaßnahme der Hochschule Hannover (HsH) angeboten.

Kosten: Die Teilnahme an Refugeeks ist kostenlos. Teilnehmer*innen erhalten in der Zeit der Ausbildung und des Praktikums ihre gewohnten Leistungen weiterhin. Sie sind nicht als Studierende der HsH eingeschrieben.Abschluss:Erfolgreiche Teilnehmer*innen erhalten ein Zertifikat der HsH und voraussichtlich ein Zertifikat der IHK Hannover.

Personal:

  • Prof. Dr. Thomas J. Schult lehrt Angewandte Informatik im Studiengang Informationsmanagement und initiierte die bisherigen Flüchtlingsprogramme der HsH.
  • Christina Ahrberg ist pädagogische Leiterin des Language Centers der HsH und organisiert die Deutschkurse der Flüchtlingsprogramme der HsH.-Mascha Rex ist Projektleiterin der Flüchtlingsprogramme der HsH.
  • Johannes Endres ist Lehrbeauftragter in den Flüchtlingsprojekten der HsH. Bis 2017 war er Chefredakteur von heise online und des größten deutschen Computermagazins c’t.
  • Alaa Ballan ist ehemaliger Teilnehmer und jetzt Tutor des Flüchtlingsprojekts der HsH. Er studiert Wirtschaftsinformatik.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover