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Heimat auf KüGa

Projekt im öffentlichen Raum

Wie klingt Heimat?

Am orangenfarbigen Würfel mitten auf dem Küchengartenplatz sollten an einem Samstagmittag Anfang Juli Gedanken und Inspirationen zum Thema Heimat gesammelt werden.

  Claudia Ermel | 06.07.2019

Ob ganz jungen oder auch älteren Menschen, der farbenfrohe Würfel auf dem Küchengartenplatz fiel allen auf. Und immer wieder blieben am geschäftigen Samstagmittag Menschen stehen, fragten nach, diskutierten, setzen sich einen der drei Kopfhörer auf oder füllten bereitliegende Fragebögen aus.

„Wie klingt Heimat“ stand da einfach nur provokativ auf dem Würfel. Wer sich da nicht angesprochen fühlte, ging einfach weiter. Aber überraschend viele blieben auch stehen. „Wir sind die ganze Zeit immer von einer Handvoll Leute umlagert, oft so ungefähr acht auf einmal,“ erzählte Friederike Bill, Kulturvermittlerin und Initiatorin des partizipativen Projekts, das sie zusammen mit dem Historischen Museum Hannover durchführt. Viele Menschen fragen interessiert, lauschen sehr lange den Klängen aus den Kopfhörern und schreiben auf eine Karte, wie für sie Heimat klingt.

„Die Idee hinter dem Projekt ist, Heimat mit andere Augen zu sehen, in diesem Fall Heimat zu hören. Hierfür haben wir verschiedene Teilnehmer*innen eingeladen ihre individuellen Heimatklänge mit uns zu teilen und vor dem Mikrofon nachzustellen. Dabei konnten wir verschiedene Geräusche aufnehmen, eine bunte Vielfalt unterschiedlichster Klänge sammeln und feststellen, dass Heimat für jede*n etwas ganz Einzigartiges ist, und sich trotzdem ähneln kann“. (Auszug aus der homepage www.heimatklang-hannover.de)

Ob direkt aus den Kopfhörern am orangenen Würfel oder später zuhause auf der Homepage des Projekts. Wie sich Heimat anhört, bewegt die Menschen. Gemeinsam mit elf Freiwilligen aus verschiedenen Herkunftsländern hat Friederike Bill Statements zur Heimat zusammengestellt. Doch auch unterschiedliche Musikstücke waren in den Audiobeiträgen zu vernehmen, die am Würfel geboten wurden. Die Befragten sollten ja auch Gelegenheit bekommen, sich auf das Thema einzustimmen: "Wie klingt für dich Heimat?" Als schließlich auch noch Iyabo Kaczmarek, die parteilose Kandidatin zur Oberbügermeisterwahl und Kulturmanagerin zufällig hinzukam, füllte auch sie selbstverständlich gleich den Fragebogen aus. Denn Kultur im öffentlichen Raum ist ihr Metier und mit ihr Hannovers Gegenwart und Zukunft. Was ist Heimat, wenn nicht Lebenskultur? Die Heimatklänge sind im Foyer des Historischen Museums noch bis Ende Juli zu hören. Weitere Termine des "Wie klingt Heimat"-Würfels: 13. Juli Kröpcke, 20. Juli Lister Platz, 27. Juli Christuskirche

Kommt vorbei und erzählt, wie für euch Heimat klingt.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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