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Zukunftskongress

Ein Update für den LIP

Am Samstag (15.06.) sind Hannoveraner*innen mit oder auch ohne Migrationsgeschichte aufgefordert, die Gestaltung des Lokalen Integrationsplans als Chance für ein weltoffeneres Miteinander zu nutzen.

  Claudia Ermel | 12.06.2019

Die gut besuchte Pressekonferenz zur Ankündigung des Zukunftskongresses war bereits ein vielversprechender Schritt voran auf dem gemeinsamen Weg von Stadtverwaltung, MiSO-Netzwerk, FAUST e.V. und kargah e.V. . Das ambitionierte Ziel, nach zehn Jahren Stillstand den LIP wieder den aktuellen Gegebenheiten anzupassen, wurde sowohl von Bettina Doering, Bereichsleiterin Migration und Integration der Stadt Hannover wie von den Zuständigen der mitwirkenden Organisationen auf der Pressekonferenz unterstrichen. Denn so lange ist es nun her, 2008 wurde der Lokale Integrationsplan (LIP) vom hannoverschen Stadtrat beschlossen, um der Landeshauptstadt einen Leitfaden für Integration und Einwanderung zu geben.

Nun veranstalten die Vereine Faust, kargah und das MiSO-Netzwerk unter Beteiligung von Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf am Samstag, dem 15. Juni 2019, einen eintägigen Zukunftskongress, bei dem der Lokale Integrationsplan in den drei Schwerpunkten Demokratie, Stadtleben und Erwachsenenbildung ausgewertet wird. Anschließend soll über die zukünftigen Perspektiven diskutiert werden. Zu erwarten sind spannende Diskussionen, insbesondere zwischen Akteur*innen im Migrationsbereich und in den Migrant*innenorganisationen einerseits und Zuständigen in der Verwaltung und Politik andererseits. Ziel ist es, gemeinsame Perspektiven für Hannover als Einwanderungsstadt zu entwickeln und explizite Ideen in den LIP einfließen zu lassen. "Wir brauchen eine konkrete Integrationspolitik, die die wirklichen Lebenslagen und Interessen der migrantischen Bevölkerung berücksichtigt. Es ist Zeit, Anerkennung gegenüber Migrant*innen zu fordern. Und es muss eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema der Einwanderungsgesellschaft geben", kritisiert Hans-Michael Krüger, der Geschäftsführer des Kulturzentrums FAUST e.V..

Geplant sind eine Reihe von Workshops und eine Podiumsdiskussion. Bereits auf der Pressekonferenz klang an, dass beispielsweise Fragen der Partizipation und Eingebundenheit der Integrationsbeiräte in politische Entscheidungsprozesse, oder auch ein kommunales Wahlrecht für Migrant*innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft kontroverse Themen sein könnten.

Eine rege Beteiligung vieler unterschiedlicher Menschen aus der Stadtgesellschaft am Zukunftskongress wird sehr begrüßt, um den LIP endlich zum echten Werkzeug für ein partizipatives Miteinander zu machen.

Also vormerken: Mitmachen ist erwünscht am Samstag 15. Juni in der FAUST Warenannahme ab 10.00 Uhr

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover