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SudanProtest1 [10.06.19]

Sudanesische Proteste

"Das Militärregime muss weg!"

Rund 150 Menschen protestierten am Montag mittag in der Innenstadt Hannovers gegen die Militärregierung im Sudan. Dort ist es zuletzt zu Massakern an Demonstrierenden gekommen.

  Torben Danielowski | 10.06.2019

SudanProtest2 [10.06.19]
SudanProtest2 [10.06.19]

Gegen 12 Uhr versammelten sich am Montag die ersten Menschen auf dem Ernst-August-Platz, um ihre Solidarität mit der Bevölkerung im Sudan zu zeigen. Organisiert hat die Kundgebung die Gruppe "Sudanesische Aktivist_innen in Niedersachsen".

Vor einigen Wochen war es nach dreißig Jahren gelungen, die Herrschaft Omar al-Bashirs im Sudan zu stürzen. Anschließend übernahm ein "Militärrat" die Regierungsgeschäfte. Da die Proteste der Sudanes*innen andauerten, kam es zu Verhandlungen, in denen der Militärrat der Opposition einen Übergang zu einer demokratischen und zivilen Regierung zusicherte (WiH berichtete). Zuletzt wurden allerdings Vereinbarungen seitens des Regimes aufgekündigt und unter anderem durch die sogenannten Rapid Support Forces etliche Menschen verfolgt und mehrere hundert getötet.

SudanProtest3 [10.06.19]
SudanProtest3 [10.06.19]

Al-Bashirs 30-jährige Herrschaft ist zwar beendet, aber "das System lebt weiter. Es haben sich nur die Gesichter geändert" hieß es in einem Redebeitrag, von denen die meisten auf arabisch gehalten wurden. Auf Schildern, in Sprechchören, sowie auf einem Flugblatt dominierten die Parolen "Stoppt das Massaker im Sudan!" und "Das Militärregime muss weg!". Außerdem wurde immer wieder kollektiv ein arabischsprachiges Widerstandslied angestimmt, das von Frieden und den unschuldigen Getöteten handelt.

Die Demonstrierenden kritiserten auch Bundesregierung und EU, die das Grenzregime unterstützen und die "Rapid Support Forces" mitfinanzieren. Auf einem Flugblatt fordern sie, dass "die Bundesregierung und die EU ihren ganzen Einfluss geltend machen, um im Sudan die Massaker zu stoppen und einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch legitimierten Regierung unterstützen!"

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

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