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Ausstellungseröffnung

"Japan Series" von Olena Svitlova

Ein gelungener Willkommensgruß zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten von kargah e. V. in der Stärkestraße 19a am 26. April für Nachbar*innen und Kunstbegeisterte.

  Claudia Ermel | 27.04.2019

Mit ausdrucksstarken floralen Bildern, schmenhaften Traumwelten oder fast skizzenhaften Kompositionen in Monotypien bietet die ukrainische Künstlerin eine Kostprobe auf die geplante künftige Belebung der neu renovierten Räume des ehemaligen Kiosks. Denn, wie Laura Heda von kargah e.V. in ihrer Begrüßungsrede verriet, sind weitere Ausstellungen von Künstler*innen verschiedenster Herkunftsländer bereits in Vorbereitung.

„Wir möchten einen Ort schaffen, der eine Öffentlichkeit für Kunst geflüchteter und migrantischer Künstler*innen schafft. Außerdem wollen wir zukünftig gemeinsam mit unseren Nachbar*innen aus Linden kleine Ausstellungen umsetzen, beispielsweise zu ihren Visionen für den Stadtteil. Zudem sind künstlerische Workshops zu verschiedenen Themen wie Malerei, Foto oder Collage für unterschiedliche Gruppen geplant oder auch Lesungen, usw. Ziel ist es, dass ein kreativer Austauschraum für alteingesessene Stadtteilbewohner*innen und Neuankömmlinge entsteht.

Der eigene Weg -Tousche auf Karton
Der eigene Weg -Tousche auf Karton

„Japan Series“ als Einstimmung

Die Auftaktveranstaltung hierfür vermittelt mit „Japan Series“ eine Ahnung über die zu erwartende Vielfalt und Internationalität des Projekts: Olena Svitlova stammt aus der Ukraine und thematisiert nun in Hannover in ihren Bildern Erinnerungen an Japan. Olena erzählte uns, was sie inspiriert hat. “Das Thema ‚Japan‘ ist für mich mein Tribut an das Land, in dem ich gelebt habe und auf welches ich gerne zurückblicke. Ich möchte die Farben des Landes wiedergeben und an Japan als ein Land mit einer langen Geschichte erinnern.“

Olena sprach auch darüber, welche Bedeutung für sie die japanischer Musik hat, die sie oft als stimulierende Begleitung ihres Malprozesse wählte. So entstehen die Bilder, verriet die Künstlerin, ausschließlich aus ihren Erinnerungen und den damit verbundenen Emotionen.

Andenken an Japan

In ihren feinen, schlichten und grafischen Bildern verarbeitet die Ukrainerin ihre Erinnerungen an ihr Leben in Japan. Mit wenigen Strichen bringt sie Situationen aufs Papier, die sich zwischen monochromer Leichtigkeit und sanfter Melancholie bewegen. Zarte Kirschblütenzweige, zurückhaltende Landschaften und pastellfarbene Berge zeigen Svitlovas malerischen Blick auf ihren Aufenthalt. Von 1996 -1997 lebte sie mit ihrer Familie in Japan, wobei sie ihre Eindrücke von der Natur, Traditionen und Kunst in ihre Arbeiten einfließen lässt. Sie verwendet verschiedene Techniken, wie Grafik (z. B. Monotypie) und Malerei. Auch noch lange nach ihrer Abreise hat das Thema „Japan“ großen Einfluss auf ihre künstlerische Arbeit.

Mit knappen, aber aussagekräftigen Titeln versehen, lassen Olenas Bilder viel Raum für eigene Interpretationen. Zum Beispiel „Japan, ein Fischer“ Öl auf Papier oder „Japan“ Öl auf Paper, „Der eigene Weg“ Touche auf Karton oder „Kyoto“ Öl/Tousche auf Papier, oder „Warmer Regen“ Tousche auf Karton.

Ihre Monotypien wie „Fujiyama“, „Regen im Gebirge“, „ein Geräusch von Cicaden“ oder einfach nur „Herbst“ oder „Spaziergang“ beeindrucken duch ihren ausdrucksstarken Minimalismus und eine schlichte Schönheit der Formen.

Olena Svitlova
Olena Svitlova bei der Ausstellungseröffnung
Olena Svitlova
Olena Svitlova bei der Ausstellungseröffnung

Biografie:
Olena Svitlova hat Bildende Kunst an der Charkiw Kunstschule und Kunstakademie (Ukraine) studiert und ist ausgebildete Kunstlehrerin. Sie zeigte verschiedene Ausstellungen, unter anderem in Slowenien, Ukraine, Polen, Deutschland und Japan. „Japan Series“ ist ihre erste Einzelausstellung in Deutschland. Sie war als Grafikdesignerin in einem Forschungsinstitut und beim regionalen Fernsehen tätig und hat als Bühnenbildnerin gearbeitet. Als Lehrerin unterrichtete sie an verschiedenen Schulen und Jugendzentren

Japan - Öl aif Papier
Japan - Öl aif Papier

Momentan lebt die Künstlerin mit ihrem Mann, ihrem 25jährigen Sohn und ihren Katzen in Hannover. Während Olenas Mann als Wissenschaftler arbeitet, ist ihr Sohn - genau wie sie selbst - sehr musisch begabt. Er studiert Architekur an der hiesigen Universität. Olena unterrichtet Kunst im Zentrum 2000.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag 14 - 17 Uhr, Freitag 13 - 17 Uhr
Auf Anfrage unter: laura.heda@kargah.de oder 0511 2153079

Bei Interesse am Erwerb eines der Bilder kann ebenfalls der Kontakt über Laura Heda hergestellt werden. Mehr Infos zu den Bildern und Preisen unter: https://msvetlow.wixsite.com/olenasvitlova/recent-works

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover