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Stadtteilfest Stelzenläuferin

Scillablütenfest

Blaue Zuckerwatte - wo gibts denn sowas?

Beim Stadtteilfest "Das blaue Wunder" am letzten Märzwochenende begegneten flanierende Besucher*innen aller Kulturen und Altersgruppen nicht nur einer "blauen" Frau auf Stelzen.

  Claudia Ermel | 01.04.2019

Rapper Spax bei Blauen Wunder
Rapper SPAX begeisterte auf der Kinderbühne
Rapper Spax bei Blauen Wunder
Rapper SPAX begeisterte auf der Kinderbühne

Beim „Blauen Wunder“ in Hannover-Linden am letzten Sonntag im März wurde die Mottofarbe des Stadtteilfestes blau in allen möglichen und unmöglichen Variationen präsentiert. Neben blauer Zuckerwatte, blauen Keksen, blauen Drinks und Glitzertattoos gab es blaue Wundertüten, blaue Musik (Blues) und viele Seifenblasen. Unterhaltung bot das "Blaue Wunder" zudem auf Musikbühnen, in Clownerie und Walking-Acts auf den Straßen und Wegen Lindens. Klar, der Tag war auch als verkaufsoffener Sonntag anberaumt und viele Läden im Stadtteil lockten mit Sonderrabatten, bevozugt für Blaues; doch Kultur und künstlerische Darbietungen waren für alle kostenlos.

Kinderbühne mit Rapper SPAX

Die Bühnen am Küchengarten, und vorm Rathaus waren die größten Publikumsmagneten. Am Pariser Platz und auf der Limmerstraße gab es weitere Bühnen. Mit einem Kinderkonzert von SPAX, dem „guten“ Rapper startete die Kinderbühne am Küchengarten gut gelaunt in einen bunten Nachmittag. Begeistert hatten sich die Kids vor der Bühne zusammengedrängt, um den Rapper mit „babap, bobu, bap“ lauthals zu unterstützen. Aber nicht nur mit seinem Sprechgesang „...ohne Dich wäre der Tag nur halb so schön,“ lockte der Rapper die Kleinen zum Mitmachen. Mit Fragen wie „Wer von euch, weiß was Rap ist?“ und der Ansage „ich brauche euch“, bezog SPAX sein Publikum mit ein, denn sie sollten ja mit ihm gemeinsam rappen. Das war Spaß pur für das gesamte Auditorium.

Straßenfest mit bauen Wimpeln
"Blau" war Mottofarbe in ganz Linden
Straßenfest mit bauen Wimpeln
"Blau" war Mottofarbe in ganz Linden

Ein Fest für alle

Auf der FAUST-Bühne am Lindener Markt hingegen waren am Sonntagnachmittag dann eher bluesige Singer-Songwriter zu hören und sehen. Die etwas „härteren" Bands kamen erst gegen Abend. Die gesamte Stephanusstraße war vollständig für Autos gesperrt. Anlass für ganz Linden und Besucher*innen am sonnigen Frühlingstag zu Fuß, per Fahrrad oder Rollstuhl unterwegs zu sein: Familien, Menschen aller Altersgruppen und Kulturen genossen das Fest. Für jeden und jeder war etwas dabei, um den Sonntag zu verschönern, für Auge, Ohren, kulinarisch, aber auch für den sozialen Austausch. Sich treffen, reden, schauen, relaxen: überall auf der autofreien Stephanusstraße waren Bänke und Tische aufgestellt. Eine schöne Geste, um die Menschen im Stadtteil zusammen zu bringen.

Warum „Blaues Wunder“?

Das eigentliche „Blaue Wunder“, das alljährliche Scillablütenfest war dieses Jahr schon am 17. März. An jenem Sonntag vor zwei Wochen pilgerten bei nicht ganz so gutem Wetter circa 3.000 Besucher*innen auf den Lindener Berg und sahen sich das Blau der Scilla Siberica an. Diese Blume breitet sich dort jedes Frühjahr wie ein leuchtender blauer Teppich über das gesamte Areal aus. Der in Deutschland selten wild wachsende Zweiblättrige Blaustern ist durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, er darf also selbst für kleine Handsträuße nicht gepflückt werden. Daher ist seine Blüte immer wieder eine Attraktion, die einen Besuch auf dem Lindener Bergfriedhof lohnend macht.

Und nun wurde sozusagen am Fuße des Lindener Berges, dem Blaustern im Nachgang noch einmal mit einem quirligen Stadtteilfest gehuldigt. Wer hätte das gedacht, dass die kleine Blume allmählich immer berühmter wird.

blauewunder-stelzenfrau2.jpg blauewunder-stelzenfrau2.jpg blauewunder-stelzenfrau2.jpg blauewunder-stelzenfrau2.jpg blauewunder-stelzenfrau2.jpg

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