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Besucherinnen und Besucher des Lindener Wirtschaftsforums - Blick in den Raum 2018

Debatte über Teilhabe

„Es geht um den Zusammenhalt im Stadtteil“

In der Traditionsgaststätte Rackebrandt traf sich am 28.11.2018 zum 50. Mal das Wirtschaftsforum von Lebendiges Linden e. V.. Rund 80 Besucher*innen sprachen über Teilhabe im Stadtteil Linden.

  Wolfgang Becker | 04.12.2018

„Linden ohne Brisanz kann ich mir gar nicht vorstellen“, meinte Stefan Schostok in seinem Grußwort. Ein häufigeres „Querdenken“ als in anderen Stadtvierteln gehöre hier sozusagen zur „DNA“. Dabei gehe „Teilhabe nicht ohne Kompromisse,“ so der Oberbürgermeister weiter.

„Es geht bei uns nicht nur um wirtschaftliche Fragen, sondern auch um den Zusammenhalt im Stadtteil,“ sagte Edelgard Bulmahn. Derzeit ist die Sozialdemokratin und ehemalige Bundesbildungsministerin nach dem Kunstprofessor Hans-Jürgen Giesecke 1. Vorsitzende des 1991 mit Starthilfe der Volksbank gegründeten Vereins Lebendiges Linden. Dessen Ziele sind die Förderung des Kulturlebens und Öffentlichkeitsarbeit für den Stadtteil Linden.

Stefan Schostok spricht auf dem Lindener Wirtschaftsforum
Oberbürgermeister Stefan Schostok
Stefan Schostok spricht auf dem Lindener Wirtschaftsforum
Oberbürgermeister Stefan Schostok

Vor 14 Jahren gründete Lebendiges Linden sein – zunächst von Gisbert Fuchs und heute von Peter Hoffmann-Schönborn geführtes – öffentlich und in unregelmäßigen Abständen tagendes Wirtschaftsforum. Anfänglich ging es darum, die Standortgemeinschaften von Lindener Gewerbetreibenden besser zu vernetzen. Das Wirtschaftsforum wurde nunmehr zum 50. Mal einberufen – es ist neben einem „Kulturforum“ und der „Projektgruppe Veranstaltungen“ das dritte Standbein von Lebendiges Linden e. V..

Die Themen haben seitdem ein breites Spektrum: Neben ökonomischen Fragen ging es in jüngster Zeit schon um das Blaue Wunder, die Zukunftswerkstatt Ihmezentrum, die Wasserstadt Limmer und die von vielen befürchtete Gentrifizierung. Diesmal standen Beteiligung und Teilhabe auf der Agenda. Dazu meinte Stadtbezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube: „Teilhabe ist vielseitig“. Das Wirtschaftsforum habe „diese Facetten immer wieder gut abgebildet,“ so Grube: „Lassen Sie uns so weitermachen!“

„Teilhabe durch Beteiligung“ habe in Linden eine „lange und gute Tradition,“ kommentierte Peter Hoffmann-Schönborn und warf dazu ein paar Fotos an die Wand. Er gab viele bebilderte Beispiele für die Qualitäten des Quartiers und seiner Kultur, angefangen von den bürgerschaftlichen Aktivitäten bei der Anfang der 1970-er Jahre begonnenen Stadtsanierung.

Ferdos Mirabadi vom kargah e. V.
Ferdos Mirabadi vom kargah e. V.
Ferdos Mirabadi vom kargah e. V.
Ferdos Mirabadi vom kargah e. V.

„Nur gemeinsam sind wir stark,“ sagte Gabriele Steingrube, Christdemokratin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine in ihrem Vortrag zum Thema Ehrenamt: „Man hat dann teil an der Gesellschaft.“ Silke van Laak, Leiterin des Freizeitheims Linden, betonte, dass es einen Unterschied zwischen „Teilhabe und Beteiligungsformaten“ gäbe.

Ferdos Mirabadi, Vorstand beim bereits 1986 gegründeten kargah e. V. (persisch für Werkstatt), berichtete über die vielfältigen Aktivitäten des interkulturellen Vereins im Stadtteil. Kargah stehe für Beratung, Kultur und Begegnung. Am Ende ihres Vortrags stand ein Zitat: „Die Vielfalt des städtischen Lebens soll zur Quelle der gemeinsamen Stärke werden ...“

Fotos: Klaus Öllerer

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover