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Standupgegenrassismus

Kulturfest

Mit Sport und Musik gegen Rassismus aufstehen

Als krönenden Abschluss ihrer Veranstaltungsreihe "Stand up gegen Rassismus" feierten IIK und einige anderen Vereine des MiSO-Netzwerkes ein kleines Kulturfest.
Fotos: Martin Tönnies

  Claudia Ermel | 01.09.2018

Stand up gegen Rassismus Forum
Gemeinsam feiern gegen Rassismus
Stand up gegen Rassismus Forum
Gemeinsam feiern gegen Rassismus

Mit einem internationalen Buffet und Infoständen in der FAUST Warenannahme begrüßten die VeranstalterInnen bereits am frühen Abend des 31.08. Gäste und Teilnehmende des Projekts. Oksana Janzen vom Ukrainischen Verein Niedersachsen stellte in einer kurzen Ansprache die beteiligten Vereine vor und kündigte als Abschluss des Projekts zwei Bands an. Viel Musik und eine ausgelassene Tanzparty sollten für die Sieger der Mini-Olympiade und alle anderen Gäste geboten werden, auch wenn das Thema „Stand up gegen Rassismus“ einen sehr ernsten Hintergrund hatte.

Peace Development Crew
Peace Developmant Crew macht Stimmung
Peace Development Crew
Peace Developmant Crew macht Stimmung

"Wir begegnen Rassismus überall, auf der Straße, beim Einkaufen ... und im Moment wird es gerade immer mehr.“ sagte Lipi Ahmed von der IIK in ihrer Begrüßungsrede, deshalb: "Stand up gegen Rassismus!“

Kinder-Olympiade gegen Rassismus

Begonnen hatte die Reihe mit der Diskussionsrunde „Sport und Vielfalt als Chance gegen Rassismus“ im Kulturzentrum Pavillon am 24. August, um dann am 25. August gleich mit einem Sportfest beim Mühlenberger Sportverein in die Praxis einzusteigen. Bei einer Mini-Olympiade mit Staffellauf, Weitsprung, Volleyball und Fußball hatten die TeilnehmerInnen aller Altersgruppen sehr viel Spaß. Bei der gleichzeitigen Kinder-Olympiade konnten sich auch die Kleinsten beim Laufrad/Roller 100 Meter-Sprint oder Sackhüpfen eine Gold- oder Silbermedaille holen.

Peace Development Crew 7
Das jüngste Bandmitglied Naima (r) ist erst 11Jahre alt
Peace Development Crew 7
Das jüngste Bandmitglied Naima (r) ist erst 11Jahre alt

Das Kulturfest mit Musik am 31.08. war nun der feierliche Abschluss und auch eine Belohnung für alle, die ein Zeichen gegen Rassismus setzen wollen. Auf dem Ankündigungsflyer stand deshalb auch: Eintritt: Gute Laune :-) .

Nächster Gig beim Refugees Welcome Festival

Die erste Band, Peace Development Crew, deren jüngstes Mitglied, Naima, erst 11 Jahre alt ist, heizte dann gleich zu Beginn mit einem treibenden Sound den ersten „Tanzwütigen“ ein. Denn auch, wenn der Name der Band und ihr Engagement für Frieden, Menschenrechte und gegen Krieg, Unterdrückung und Rassismus steht, Spaß soll die Reggae/Dancehall Musik der Band unbedingt verbreiten. Die Gruppe gibt es schon seit 2005/2006 und sie hat zurzeit sieben Mitglieder. Als langjährige Hannover-Band hatten Peace Development Crew in der Vergangenheit beispielsweise Gigs auf dem Fährmannsfest, beim Masala Festival und dem Fest der Kulturen. Auch bei dem Refugees Welcome Festival im Café Glocksee am 21. September stehen sie auf dem Programm. Ebenso wie S.P.– Musik, eine Band, die seinerzeit aus dem Protestcamp am Weißekreuzplatz entstanden ist.

Ghana Band2
Bandmitglieder von Nii Amah & Gyame Band
Ghana Band2
Bandmitglieder von Nii Amah & Gyame Band

Treue Fans der Musiker aus Ghana
Wenn die Peace Development Crew relativ viele Mitglieder hat, läuft ihnen Nii Amah & Gyame Band doch den Rang ab. Die Band, deren Mitglieder alle aus Ghana stammen, oder deren familiäre Wurzeln in Ghana liegen, formiert sich locker aus mindestens zehn Musikern, die bei Auftritten je nach Verfügbarkeit dabei sind. Mit Piano, Trommeln, Schlagzeug, Trompete, Leadgitarre, Bass und Gesang produzierten sie am Freitag auf der Bühne einen satten Sound für ihre Fans.

Peace Development Crew 5
Gute Laune mit Peace Development Crew
Peace Development Crew 5
Gute Laune mit Peace Development Crew

So füllte sich auch die Warenannahme plötzlich nach 20.00 Uhr noch einmal, denn einige Gäste kamen speziell wegen der Nii Amah & Gyane Band. Diese ebenfalls in Hannover ansässige Band gibt es – genau wie die Peace Development Crew – schon seit vielen Jahren, sie haben sich mit ihrer Musik und den eigenen Songtexten in mehreren Sprachen bereits ihre Fangemeinde aufgebaut.

„Schade, dass Rassismus immer noch aktuell ist“

Für beide Bands ist der Kampf gegen Rassismus ebenso wie das Musizieren auch eine Herzensangelegenheit. Deshalb spielten sie nur zu gerne bei „Stand up gegen Rassismus“ ihre Musik, denn „wir finden es schade, dass Rassismus immer noch so aktuell ist,“ verkündete die Peace Development Crew zum Abschluss ihres Auftritts.

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Die Veranstaltungsreihe wurde organisiert von Ivoire Diaspora Hannover e. V., Hakili-So/Haus der Bildung e. V., Afropäa e. V., Ukrainischer Verein in Niedersachsen e. V., Afrikanischer Dachverband Norddeutschland (ADV Nord), Arbeitsgemeinschaft Migranten, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen (AMFN e. V.) Initiative für interkulturellen Kulturaustausch e. V. (IIK e. V.), Verein Ukrainischer Studierender in Niedersachsen.

Welt-in-Hannover.de bedankt sich herzlich für die tolle Unterstützung bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, sowie zahlreichen Organisationen und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit.

Schirmherrin des Projekts Welt-in-Hannover.de ist Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe.

kargah e. V. - Verein für interkulturelle Kommunikation, Migrations- und Flüchtlingsarbeit    Kulturzentrum Faust e. V.    Landeshauptstadt Hannover